Endzeitstimmung

Singen und Beten

"Bald haben wir's geschafft, das Ende ist in Sicht!" – wirklich?

Endzeitstimmung

Mir kommen da Zweifel. Während die einen praktisch schon den Sieg über die Krise feiern, stecken andere ja noch mitten drin. Tatsächlich stehen Existenzen auf dem Spiel. Ernste Probleme, die es nicht erst seit gestern gibt, werden durch die aktuelle Situation verschärft. In den eigenen vier Wänden und weltweit. Vieles bleibt ungewiss und die Folgen sind noch gar nicht absehbar. Haben die Schwarzmaler und Weltuntergangspropheten womöglich recht, die unsere Zukunft in den düstersten Farben zeichnen? Keiner kann uns garantieren, dass es ab jetzt aufwärts geht.  Pandemie, Hunger, Krieg, … Hand hoch, wen das an die apokalyptischen Bilder der Bibel erinnert!

Aber bevor wir in Endzeitstimmung verfallen, lassen Sie uns eins klarstellen: Das Ende hat schon lange begonnen! Die Bibel gibt uns einen Blick darauf, wie die Weltgeschichte ausgeht. Und zwar nicht so, dass Gott die Erde vernichtet und die Menschheit auslöscht.

 

Es ist schon wahr, unsere Welt hat nicht ewig Bestand. Katastrophen gehören zu den "letzten Tagen" dazu (wie viele Tage das sind, verrät die Bibel übrigens nicht). Aber noch viel wichtiger, so lesen wir in der Apostelgeschichte im Kapitel 2: "Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden." Wenn wir – und irgendwann diese Welt – auch ans Ende kommen, es gibt Rettung. Jesus hört die SOS-Rufe der Menschen, die die Verbindung zu Gott verloren haben. Die gemerkt haben, dass sie es ohne ihn nicht schaffen. Und wie ein Ertrinkender aus dem Meer gefischt wird, so zieht er sie raus. Raus aus einem Leben ohne Zukunft, hinein in ein Leben mit Gott. Jesus stellt die Verbindung her, er rettet – auch heute noch.

 

Mit Jesus ist das Ende schon gekommen – und ein ganz neuer Anfang!

1.) Das Ende meiner Schuld. Jesus schenkt mir Vergebung. Ich bekomme einen Neuanfang, nicht nur einmal, sondern wieder und wieder und wieder – immer wenn ich ihn brauche.

2.) Das Ende meiner Sorgen. Gott mein Vater sorgt für mich, in den widrigsten Umständen. Ich kann beginnen ihm zu vertrauen.

3.) Das Ende meiner Angst. Nicht einmal der Tod kann mich von Jesus und seiner Liebe trennen. Einen neuen Himmel und eine neue Erde verspricht er. Ich kann diese Welt getrost hinter mir lassen, denn er holt mich zu sich und dort bei ihm wird endlich alles gut. Auch das, was mir hier und jetzt noch zu schaffen macht.

 

Es gibt Menschen, die leben, sterben und bleiben ohne Gott. Dabei muss doch keiner verloren gehen! Es liegt an uns, Gottes ausgestreckte Hand zu ergreifen. Wir müssen nicht in Dunkelheit und Trostlosigkeit versinken, nicht in Einsamkeit und Gottverlassenheit zugrunde gehen. Wer zu Jesus Christus betet, wird gerettet!

 

Pfingsten liegt vor uns, das Fest, an dem Christen weltweit feiern, dass Gott uns in diesen "letzten Tagen" mit seinem Heiligen Geist beschenkt. Er ist da, nicht sichtbar, aber real. Er tröstet und ermutigt und gibt Kraft. Er macht ein Ende mit dem Alten und schafft Neues. Er ist nahe und er verbindet uns zu einer Gemeinschaft. Was auch kommt, am Ende zählt nur eines: diese Verbindung mit Jesus!

 

Herzlich grüßt Sie

Ihr Pfarrer Thomas Held