2016-12-24 Familiengottesdienst

Predigt über Jesaja 60,2 / Weihnachtsstück "Die zerbrochene Krippe" / Pfarrer Friedhelm Bühner / Impressionen in Bildern

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Weihnachtsstück „Die zerbrochene Krippe“

 

Ansprache 

 

liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

Liebe weihnachtliche Gemeinde, 

 

„Jetzt sieht die Krippe nicht mehr so sehr nach heiler Welt aus …“

„Jetzt passt sie auch besser zu uns.“

 

Mit dieser neuen Sicht auf Weihnachten 

ging das diesjährige Krippenspiel zu Ende. 

 

(... Applaus ...)

 

Und? Wie sieht euer, wie sieht Ihr Weihnachten aus?

Ich meine die Planungen für diesen Heiligen Abend, 

für das lange Weihnachts-Wochenende?

 

Die meisten verbinden damit eine 

besinnliche Zeit der Freude und des Friedens, 

von Kerzenschein, tollen Geschenken

und einer schönen Zeit zuhause. 

 

Lieder besingen die selige Weihnachtszeit 

und den Frieden für die Welt. 

 

Aber - diese Welt sieht anders aus, 

das spürt auch ihr Kinder und manche haben deshalb einen

Zettel in den „Kummerkasten“ der Grundschule geworfen. 

 

Über 30 Kriege gab es in diesem Jahr weltweit. 

Trauer, Tränen und Tod - und das jetzt auch in Deutschland. 

Wir sind aufgeweckt worden aus unserer gepflegten Besinnlichkeit, 

nicht nur ein Weihnachtsmarkt in Berlin, 

sondern viele „Weihnachtskrippen“ erscheinen heute demoliert …

 

Sollen wir’s dann nicht einfach lassen, das mit Weihnachten?

So wie der Vater im Anspiel, der sich gefrustet zurück zieht: 

„Unnötiger Gruscht! … Ich hab’s schon immer geahnt.“

Dieser ganze Hype „passt nicht“ zu unserer Welt, 

er passt nicht in den Ländern, wo gerade Krieg ist -, 

und wie passt er denn in unsere Welt, 

da wo ich lebe und wo es eigentlich möglich sein sollte, 

dass wir in Frieden miteinander auskommen, 

uns gegenseitig achten und helfen? 

 

Wie oft gehen nicht die Silvesterkracher schon am Heiligen 

Abend los - bei uns daheim -, 

wenn alle mit großen Erwartungen zusammen kommen … 

und der Neid aufkommt, 

weil der Andere scheinbar etwas Tolleres bekommt hat, 

wenn Streit und Unzufriedenheit sich breit machen. 

 

Oder wenn Eltern sich nicht mehr in die Augen schauen können. 

Wenn sie mühsam überspielen müssen, 

wo sie aneinander schuldig geworden ist …

und alle Kraft zusammen nehmen, 

wenigstens den Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu geben. 

Dafür aber „heile Welt“ spielen müssen …


Was für ein Kraftakt!

 

Ist das Weihnachten?

 

Wir alle sehnen uns doch so sehr 

nach Frieden, nach Liebe, 

nach echter Freude, 

Vergebung nach einem Streit, 

nochmal neu anfangen zu dürfen

und es in Zukunft besser zu machen!

 

Aber die tollsten Geschenke 

und die besinnlichste Zeit … können das nicht machen!

 

Die Wirklichkeit sieht anders aus: 

Wir sind von Natur aus getrennt von Gott. 

Unsere Welt hat sich von Gott getrennt. 

Auch wenn sie das nicht gerne hört. 

 

Aber die Bibel … nennt das … Sünde.

Sünde heißt „Trennung von Gott“

und das sieht dann ganz oft so aus, 

dass Menschen das ganze Jahr über wenig

bis gar nicht nach Gott fragen … 

aber am Heiligen Abend wollen sie das „nachholen“, 

indem sie z. B. ganz große Geschenke machen, 

mega viel Kraft und Geld in den Heiligen Abend stecken

um dann mit einem heiteren Gesicht unter’m Tannenbaum

zu sitzen. 

 

Aber so kann Gott nicht zu uns kommen!

So muss Jesus sogar weit weg bleiben. 

Wie im Weihnachtsstück … 

Denn wer so lebt - 

und dann Weihnachten feiern will, 

der will eigentlich gar nicht, dass Jesus kommt. 

Der will sein eigenes „Ding“ machen, 

sein Leben leben … 

und sein Weihnachten feiern …

 

Das Wort, das solche Menschen am meisten benutzen, 

heißt: „Selber!“

Wir feiern … „selber“ Weihnachten!

Ohne zu Jesus zu kommen.

 

Und da sagt die Bibel:

Das kann nicht klappen. 

 

Wenn wir auf die Weltnachrichten schauen, 

dann sehen wir, wohin das „Selber“, das „ohne Jesus“ führt: 

Zu Hass und Gewalt und Krieg.  

Auch in unserer Gesellschaft, in Familien.

Dass immer mehr alte Menschen einsam

und mehr oder weniger abgeschoben 

dahin leben müssen …

Es kann sein, sie haben es mit ihren Kindern früher nicht 

anders gemacht … aber es zeigt, wohin wir „ohne Jesus“ 

kommen. 

 

Immer, wo „selber“ das meistbenutzte Wort von Menschen ist, 

ist da nicht Weihnachten, 

da ist Jesus noch nicht angekommen. 

 

Schon beim Propheten Jesaja im Alten Testament (Jes 60,2)

können wir lesen: 

„Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker!“

Das ist die Beschreibung unserer Welt

ohne Jesus. 

 

Aber Gott sei Dank ist es dabei nicht geblieben!

Denn Gott hat eingegriffen. 

An Weihnachten ging es los. 

Jesus, Gottes Sohn, kommt als verletzliches Kind zu uns. 

Ohne roten Teppich, von Hirten angekündigt

und doch … der Retter und Helfer. 

 

Das wird im zweiten Teil des Bibelworts total deutlich: 

„Aber über dir geht auf der HERR. 

Und SEINE Herrlichkeit erscheint über Dir!“

 

„Finsternis“, „Dunkelheit“, „Nacht“, 

das sind in der Bibel Beschreibungen 

   - für Menschen (für eine Welt) ohne wirklichen Glauben

    für eine kalte Welt, die es ohne Gott versucht …

   - für Menschen, die sich immer um sich „selber“ drehen,
    die „selber“ die Welt retten wollen, 

    „selber“ Frieden und Gerechtigkeit schaffen, 

    „selber“… 

 

Nur zu Jesus, zur Krippe und zu seinem Kreuz, 

wollen sie nicht kommen. 

Warum eigentlich?

 

Sie könnten dort neu werden, andere Menschen: 

„Schenke mir alles, was du heute zu deiner Frau 

und deinem Kind gesagt hast!“

sagt Jesus zum Vater im Weihnachtsstück, 

das wir gesehen haben. 

 

„Gib mir alles! Deine Schwierigkeiten in der Schule, 

deine schlechten Noten, deine Lügen 

und den Streit mit den Eltern …!“

hat Jesus zum Kind gesagt. 

 

Und zur Mutter:

„Gib mir deine Gedanken vor dem Einschlafen!

Komm’ zu mir!

Denn wer zu mir kommt, den werde ich nicht wegstoßen!“

 

Uns allen, die wir heute am Heiligen Abend hier sind, 

ruft Jesus das zu: 

Gib mir Dein Leben!

Komm’ zu mir, überwinde Deinen Stolz

und ich schenke Dir ein neues. 

 

Dazu musst Du nur eines: Kommen. 

Aufstehen und zu Jesus kommen. 

Denn Gott will denen, die in „Finsternis und Todesschatten

sitzen“, ein Licht sein. 

Er ist das Licht der Welt. 

Dazu ist er gekommen.

 

Heute kann dazu der Startpunkt sein. 

Am Heiligen Abend. 

Wenn Du zu Jesus kommen willst,

wenn Du bereit bist … Dich von IHM beschenken zu lassen,

mit dem „Selber“ aufzuhören

und ihn ihn die Mitte Deines Lebens zu nehmen. 

 

Dann kannst Du feiern, jubeln

und … andere beschenken. 

 

Mit Jesus, Deinem Heiland. 

Und die Menschen, die Dich kennen, 

werden ins Nachdenken kommen.

 

Das macht Jesus. 

Amen

 




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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