2016-04-24 Gemeinsame Konfirmation

24. April 2016 Schlosskirche Schwann

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Predigt am Festgottesdienst zur Konfirmation über 1. Kor 1,9 und Videoclip zur Fußball-EM 2016 "Das ist unser Moment" (Die JunX)

 

Folie 1

 

Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden, 

liebe Festgäste, 

 

in diesem Jahr steht wieder eine Fußball-Europameisterschaft an. 

Ab Juni fiebern Millionen Menschen in ganz Europa ihrer Mannschaft nach, 

es wird ungezählte öffentliche Übertragungen geben in Parks, 

Hallen … und Gemeindehäusern. 

Das verspricht Stimmung pur.

Leute kommen zusammen zum Feiern, 

wollen sich anstecken lassen 

und nach dem Endspiel am 10. Juli natürlich zu den Siegern gehören. 

 

Ob es für Deutschland klappt, man wird sehen!

 

Die Stimmungskanonen jedenfalls geben schon heute so richtig Gas. 

 

Ein Song zur Fußball-EM 2016 kommt von den „JunX“ 

aus dem hohen Norden und hat den Titel „Das ist unser Moment …“

Ich finde, es ist ein besonderer Song, 

bei dem es um mehr geht wie Fußball. 

 

Schau’n wir mal!

 

FOLIE 2

 

Video-Clip „DAS IST UNSER MOMENT“ (Die JunX)
https://www.youtube.com/watch?v=FvsTgnmswk0 
mit freundlicher Genehmigung

 

 

FOLIE 3 

 

 

„Das ist unser Moment … der kommt nie wieder …

und wir sind die Sieger …

Eine Ewigkeit für diesen Augenblick …

Wir stehen füreinander ein …

Glaube, Liebe, Hoffnung, die drei werden immer sein …

das ist unser Moment“

 

 

Liebe Konfirmanden, 

liebe Festgäste, 

 

was für ein motivierender Song!

Nicht nur für die EM!

Das Moment des Siegs auf ewig zu verlängern, 

Mann, das wär’s doch!

Zusammen zu stehen, füreinander ein zu stehen, 

ein Ziel zu haben, wie viele Menschen sehnen sich doch danach 

und das braucht „Glaube, Liebe, Hoffnung“ … sagen die „JunX“.

Alles Worte, die wir in der Bibel wiederfinden. 

 

Christlicher Glaube und Fußball haben anscheinend mehr 

gemeinsam als wir im ersten Moment denken!?

 

Erstaunlich, aber vielleicht doch nicht!?

 

Leider gehen Sport und christlicher Glaube oft 

ziemlich auseinander:

Während die einen am Sonntag auf den Sportplatz gehen, 

gehen die anderen in den Gottesdienst. 

Die einen singen „So ein Tag, so wunderschön wie heute …“

und die anderen „Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes

Haus mich ein“.

 

Beide würden jubeln: 

„Das ist unser Moment …!“

Aber das eine hat mit dem anderen kaum was zu tun. 

 

Das ist total schade, 

Dabei gibt es wirklich viele Berührungspunkte gibt zwischen 

Fußball und Glaube und das nicht nur, weil das die „JunX“ singen: 

> In der Arena „Auf Schalke“ finden zum Beispiel in einer

kleinen Kapelle Gottesdienste für Fußballfans statt, 

man kann dort die königsblaue Schalke-Bibel kaufen. 

> Wenn eine Mannschaft am Ende der Tabelle steht, 

dann hält der Trainer seinen Spielern die sogenannte 

„Kabinenpredigt“ und der Sportdirekt sagt womöglich

„Jetzt hilft nur noch beten!“

> Oder nehmen wir Jesus: Der hat gewusst, was die Menschen

bewegt! Zu ihm sind die Massen geströmt, 

genau so wie in die Fußballstadien. 

Und seine Jünger waren eine richtige Mannschaft, 

ein echtes Team.

 

 

„Wir stehen füreinander ein …“, 

das singen die „JunX“.

Und das haben Jesus und seine Jünger umgesetzt. 

Gemeinsam etwas erleben, miteinander weiter kommen, 

sich aufeinander verlassen können und zusammen halten. 

 

Darum geht es beim Fußball und im Glauben!

 

Und ich habe mir überlegt, 

ob es nicht noch ein paar Vergleichspunkte gibt, 

die ihr euch bestimmt gut merken könnt, 

die aber für die Erwachsenen genau so gut und wichtig sind. 

 

Und ich will sie an den vier Anfangsbuchstaben

des ABCs aufzeigen. Mit „A“ geht’s los …

 

FOLIE 4

 

(1.) „A“ wie Ausdauer.

 

Im Fußball wie in der Gemeinde brauchst Du Kondition. 

Ein Spiel dauert 90 Minuten, etwa so lange wie der 

Konfirmanden Unterricht am Mittwoch Nachmittag. 

Bei einem Sportler wird die Ausdauer im Grundlagentraining

aufgebaut. 

Und ganz ähnlich ist es mit der Konfirmation. 

 

Man könnte Sagen: Ihr Konfis habt im letzten Jahr 

Kondition gebolzt. Wir haben die Grundlagen des christlichen 

Glaubens miteinander besprochen: 

Taufe, Glaube, das Glaubensbekenntnis, 

das Abendmahl, die 10 Gebote. 

und vorhin habt ihr gezeigt, dass ihr soweit fit seid. 

Das ist gut so, weil Christsein Ausdauer und Kondition braucht.

 

Denn nicht nur auf dem Sportplatz gibt es Durststrecken. 

Auch im Leben stehen wir manchmal im Abseits

oder am Rand einer Niederlage. 

Auch ihr Jugendlichen werdet Niederlagen erleben. 

Da sind plötzlich Zweifel da: 

    - „Der Herr ist mein Hirte“ - Ist das auch wahr?

    - „Ich bin bei euch alle Tage“ - Steht Gott auch zu seinem 

        Versprechen?

    - Und andere Fragen: Macht der Glaube überhaupt Sinn

        in einer Welt, die sich immer neu selbst erfinden will?

        Ist da noch Platz für Gott?

 

„A“ wie Ausdauer …

Glaube braucht eine Grundlage, deshalb der Konfi-Unterricht.  

Aber nicht nur Ausdauer wie Auswendiglernen, 

nicht nur Ausdauer im Absitzen von Gottesdiensten, 

sondern Ausdauer im Vertrauen auf Gott, 

auf Jesus, auf sein Wort,

mit ihm reden im Gebet, 

erleben, wie gut er es mit Dir meint, 

wie er Dein Leben mehr und mehr bestimmen will. 

 

Nur eine solche Ausdauer macht fit für das Spiel es Lebens, 

macht „Sieger“ …

 

Dazu kommt als Zweites

 

FOLIE 5

 

(2.) „B“ wie Begeisterung. 

Schade, dass heute so wenige Leute Kirche mit Begeisterung 

verbinden können. 

Wenn die „La Ola“-Welle im Stadion umgeht, 

dann scheint da viel mehr Begeisterung drin zu sein

als im Gottesdienst. 

Aber ich bin fest davon überzeugt: 

Gerade Christen haben allen Grund, begeistert zu sein!

 

Der gerade für den FC Bayern München spielende

David Alaba sagt immer wieder 

„Leben ohne Gott ist wie Fußball ohne Ball“ 

und wenn ein Spiel abgepfiffen worden ist, 

trägt er immer wieder T-Shirts mit der 

Aufschrift „Jesus ist die Kraft in meinem Leben“ …

 

Er darf das inzwischen nur noch nach einem Spiel machen, 

weil es der DFB verboten hat. 

Dafür zeigt er nach einem Tor mit zwei erhobenen 

Zeigefingern nach oben … zu Gott. 

Auch auf seiner persönlichen Homepage ist das das Titelbild. 

 

Wenn jemand von sich sagen kann

„Jesus ist die Kraft in meinem Leben“, 

dann ist das Grund für Begeisterung!

Dann weiß jemand, dass Gott treu ist, 

dass er uns Jesus gesandt hat, 

mit dem ich durchs Leben gehen kann …

„für die Ewigkeit“. 

 

Das ist gerade auch für euch Konfis die gute Nachricht

des Tages: 

Gott ist treu in der Schule, 

selbst wenn dich die Lehrer schon abgeschrieben haben. 

Gott ist treu, auch wenn Du in Deinem Traumberuf

keine Stelle bekommst. 

Gott ist treu auf Deinem Weg zum Erwachsenwerden, 

wenn Du es mit Deinen Eltern nicht leicht hast. 

Gott ist treu. 

 

Das schreibt der Apostel Paulus in seinem 1. Korintherbrief

einmal den Christen dort: 

„Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft

seines Sohnes Jesus Christus, unseres HERRN!“

 

Gott ruft uns also in seine Gemeinschaft 

und da sind wir jetzt gefragt. 

Wir können Antwort geben auf das große JA, 

das er in der Taufe zu jedem von uns sagt. 

Du kannst im Glauben das Geschenk von Jesus annehmen, 

ihm folgen, Dich Schritt für Schritt führen lassen. 

Oder auch nicht. 

Die Entscheidung liegt bei Dir. 

 

Wo Du ihm aber folgst, 

da kommt Begeisterung auf

und Du erlebst wie David Alaba: „Jesus ist die Kraft 

in meinem Leben“. 

 

Deshalb der dritte Buchstabe

 

FOLIE 6

 

(3.) „C“ wie Christus.

Im Millionengeschäft Fußball kommt es immer wieder vor, 

dass einer über das Ziel hinausschießt, 

nicht nur mit dem Ball, sondern auch mit Worten. 

So gibt es Trainer, die sich aufführen wie Despoten. 

 

Und vielleicht stellen sich auch von uns manche 

Gott wie so einen hyperstrengen Trainer vor, 

der immer am Spielfeldrand fuchtelt und schreit

und die Spieler hinterher als „leere Flaschen“ beschimpft!?

 

Aber mit Jesus Christus bleibt Gott nicht draußen stehen. 

Das Entscheidende passiert „auf dem Platz“ 

und da ist Jesus dabei. 

 

Der Sohn Gottes kommt hinein in unsere Welt, 

auch in Deine, wenn Du es willst, ihn einlädst …

Er kommt dorthin, wo es weh tut: 

Für einen Stürmer ist das der Strafraum.

Für Jesus war es die Todesstrafe!

Er ist am Kreuz von Golgatha für die Schuld der Menschen 

gestorben, die Zuschauer haben ihn als Verlierer ausgepfiffen

und verhöhnt, es war ein Abstieg in die tiefste Verzweiflung. 

 

Aber drei Tage später ist Jesus als Sieger über den Tod

auferstanden. 

 

Seitdem steht fest: 

„Wir sind die Sieger …“, wenn wir Jesus Christus

gehören und folgen. 

 

Der vierte Buchstabe macht das deutlich

 

FOLIE 7

 

(4.) „D“ wie Dabeisein ist alles. 

Dabei sein mit Jesus und in seiner Gemeinde. 

„Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft

seines Sohnes Jesus Christus, unseres HERRN!“

 

 

Bundestrainer Jogi Löw wird bald 26-28 Spieler für sein 

Aufgebot benennen, hat er angekündigt. 

Viele wären gerne dabei, 

aber nur wenige bekommen ein EM-Ticket. 

 

Stellt Euch einen Fußballer vor - einen, der erfolgreich ist

und Millionen verdient- 

Stellt Euch vor - dieser Spieler sagt: 

„Wozu muss ich in die Nationalmannschaft berufen werden?

Fußball spielen kann ich doch auch ohne die anderen …!?“

 

Was käme dabei heraus?

Ein Solokünstler, der allein auf dem Platz herumläuft. 

 

So gibt es auch viele, sie sagen: 

„Wozu brauche ich die Gemeinschaft der Kirche?

Was ich glaube, das weiß ich selber am Besten …“

 

Aber ein Fußballer, der mit sich allein spielen will, 

tritt immer auf der Stelle. 

 

Wir können uns auch im Glauben den Ball nicht selber

zuspielen. Wir brauchen die Gemeinschaft, 

die sich gegenseitig stärkt und trägt. 

Wir brauchen den gegenseitigen Austausch, 

dass wir uns sagen, was wir von Jesus wissen

und mit ihm erleben, 

was uns weiterhilft im Leben. 

 

Dazu gibt es den Teenkreis bei uns jeden Mittwoch

und den Gottesdienst am Sonntag morgen. 

Dazwischen viele Möglichkeiten zusammen zu „spielen“. 

 

Was auf dem Grünen Rasen der Mannschaftsgeist ist, 

das kann man in der Kirchen den Heiligen Geist nennen. 

Es geht um Gottes guten Einfluss in unserem Alltag. 

Der kommt immer dort zum Tragen, 

wo wir gemeinsam mit Christus unterwegs sind 

und bleiben. 

 

FOLIE 8

 

Zum „A“ wie Ausdauertraining 

soll nach dem großen Moment der Konfirmation heute

das „B“ wie Begeisterung folgen und bleiben. 

Das „C“ wie Christus ist dafür die Trumpfkarte 

und das „D“ wie „Dranbleiben“, 

für das Du zuständig bist. 

 

Amen

 

FOLIE 9 (Wiederholung Clip)

 


 

Abschluss der Konfirmandenzeit mit einem Festgottesdienst in der Schlosskirche Schwann

In einem fröhlichen Festgottesdienst unter dem Motto “Das ist unser Moment” wurden am vergangenen Sonntag in Schwann konfirmiert (von links) Moritz Pelosato aus Dennach, Max Melchior, Jonas Beyer, Lars Anselm, Jannik Walz, Leonie Großmüller, Joel Mayer, Luca Hörndl, Elena Weiß, Jan Vögele (Einsegnung), Kevin Januschke und Silvan Wacker aus Schwann. EC-Jugendreferent Jan Hunsmann (hinten links), der mit Chris Bühner und Moritz Pelosato eine kleine Band zusammengestellt hatte sowie Pfarrer Friedhelm Bühner und Vikar Simon Wandel (hinten Mitte) gestalteten den Gottesdienst gemeinsam. Eine Besonderheit war die „Einsegnung“ von Jan Vögele durch den Pastor der Evang-methodistischen Gemeinde Neuenbürg, Burkhard Seeger. Für ihren treuen Gottesdienstbesuch im Konfijahr bekamen Joel Mayer, Leonie Großmüller und Lars Anselm einen Gutschein für einen einstündigen Rundflug geschenkt. 




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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