2016-01-31 Familiengottesdienst

Bilder und Predigt über Hebr 4,12 "Gottes Wort" / Phil 4,6 "Gebet" / Mt 18,20 "Gemeinschaft" - anhand Symbol Mercedes-Stern - voraus gegangen war ein Quiz über die Bibel mit der Gemeinde und ein Zeitungsbericht

Familiengottesdienst mit anschließendem Schlachtfest in Schwann fand wieder sehr gute Resonanz

Mit einem Quiz rund um das Thema „Bibel“ war das Thema des Familiengottesdienstes in der Schwanner Schlosskirche gesetzt. Pfarrer Friedhelm Bühner nahm den Faden auf, indem er anhand eines Mercedes-Sterns die Basics des Glauben Gottes Wort, Gebet und Gemeinschaft aufzeigte und ins Leben übersetzte. EC-Jugendreferent Jan Hunsmann und Miriam Heffter musizierten mit Gitarre und Keyboard.

Nach dem Gottesdienst öffnete das nahe Gemeindehaus für leckeres Essen seine Pforten. Viele freiwillige Helferinnen und Helfer waren den ganzen Tag über im Einsatz. Schon zwei Tage zuvor wurde aufgebaut und vorbereitet und noch am Sonntagmorgen tagesfrischer Kartoffelsalat hergestellt. Für die vegetarische Alternative zu Schlachtpatte und Schnitzel mit Pommes sorgten auch in diesem Jahr wieder die Mitarbeiter der Bubenjungschar mit einem eigenen Pommes-Stand, der gut angenommen wurde.

Für die Kinder gab es ab 12 Uhr im Freien mit Kerzenziehen aus flüssigem Wachs ein interessantes Kreativprogramm das Mitarbeiter des Kindergottesdienstes vorbereitet hatten.

Erwartungsgemäß war der Besucherandrang um die Mittagszeit am größten. Da wurden die Plätze auch schon mal knapp und so mancher kam etwas später erneut vorbei. Manche auch gleich zu Kaffee und Kuchen, die wieder in großer Auswahl angeboten wurden.

Als am Abend das Mitarbeiterteam noch zusammen saß und den Tag beim gemeinsamen Essen Revue passieren ließ, waren sich alle einig: Das Schlachtfest 2016 war wieder gut besucht und eine schöne Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch von auswärts waren viele gekommen und so ging der zu schätzende „Schwartenmagen“ in diesem Jahr an einen Gast aus Ottenhausen.

Ohne den enormen Einsatz des Kirchengemeinderats, vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, der Unterstützung durch die Metzgerei Wolfinger und des Landhotels “Adlerhof” wäre dieses große Gemeindefest so nicht möglich gewesen. Unser besonderer Dank gilt natürlich allen Besucherinnen und Besuchern!

Wie in den Vorjahren kommt der Festerlös unserem „Förderkreis für die Kinder- und Jugendarbeit“ – er trägt zur Finanzierung der Jugendreferentenstelle bei – und der allgemeinen Gemeindearbeit zugute.

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Predigt im Familiengottesdienst

Liebe Gemeinde, 

Liebe Konfirmanden, 

 

(> Tonkarton mit Daimler-Stern in der Mitte)

 

so einen Stern haben wir auf der Konfifreizeit am letzten Wochen-

ende schon gesehen. 

Wisst ihr noch, worum es dort ging? 

 

Ich fand das Symbol damals total eindrücklich, 

deshalb kommt es heute nochmal … 

und natürlich ein bisschen anders. 

Aber: Vielleicht fällt euch Konfis ja noch was dazu ein?!

 

Zuerst einmal drückt dieses Zeichen doch was ganz Edles aus: 

Ein silber glänzender Stern auf dunklen Hintergrund, 

der meist der Kühlergrill ist. 

Und dazu kommt auf der Mitte der Motorhaube 

noch ein kleinerer Stern. 

Den hat der Fahrer praktisch ständig vor Augen beim Fahren. 

Er schaut zwar nicht durch den Stern wie durch ein Zielfernrohr, 

aber wenn der Fahrer den Stern nicht mehr sieht, 

dann stimmt was nicht mit der Richtung, 

in die er fährt - oder er steckt schon im Graben, 

weil er einen Unfall gebaut hat. 

 

Ich will diesen Stern heute einmal mit dem vergleichen, 

was jeder Christ unbedingt braucht, 

und an das er sich halten sollte. 

Dieser Stern steht für mich für die drei „Basics“ des Glaubens, 

ohne die nichts geht 

und die wir brauchen, um unser Ziel sicher zu erreichen. 

 

Das Erste ist Gottes Wort. Die Bibel

 

(> Schild „Gottes Wort“) 

 

Von ihr haben wir vorhin Rekordverdächtiges gehört: 

Nur der Ikea-Katalog hat eine höhere Auflage!

Das meistverkaufte Buch der Welt, 

in 1400 Sprachen übersetzt, 

Konfirmanden und Brautpaare kriegen sie geschenkt. 

Es gibt sie für den PC und sogar als App für das Smartphone. 

 

Von diesem Wort Gottes, von unserer Bibel, 

heißt es im Predigttext für diesen Sonntag aus Hebr 4, V12

„Wir müssen eines müssen: Gottes Wort ist lebendig 

und voller Kraft. 

Das schärfste beidseitig geschliffene Schwert ist nicht so scharf 

wie dieses Wort, das Seele und Geist und Mark und Bein 

durchdringt … Es ist sogar der Richter unserer geheimsten 

Wünsche und Gedanken“ (NGÜ).

 

Gottes Wort ist Gottes Wort. 

Nicht Menschenwort,

auch wenn es von Menschen unter den Bedingungen

ihrer Zeit aufgeschrieben worden ist. 

Nur als Gottes Wort ist die Bibel das, was sie ist: 

Lebendig … voller Kraft … scharf (also nicht einfach 

soft und angepasst, 

so wie wir es manchmal viel lieber hätten). 

 

Beim Lesen dieses Buches 

begegnet uns Gott als unser Gegenüber.

Er ist nicht einfach unser Kumpel.

Sondern er begegnet uns in der Bibel

mit seiner ganzen Autorität,

so dass wir ihm gar nicht ausweichen können. 

 

Wir können ihn entweder darin hören … und Gott gehorchen, 

so wie es im Wochenspruch heißt: 

„Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, 

so verstockt eure Herzen nicht …“ (Hebr 3,15), 

oder wir können das, was wir da hören ablehnen …

manche machen es auch so, 

dass sie das Buch erst gar nicht aufschlagen, 

ihm aus dem Weg gehen, 

und trotzdem wird uns dieses Wort „richten“, 

selbst unsere „geheimsten Wünsche und Gedanken“ 

werden einmal nach diesem Wort Gottes beurteilt, 

wenn wir vor Gott stehen. 

 

Die Bibel ist also viel mehr als jedes andere Buch auf der Welt, 

sie ist das Wichtigste, 

was wir von Gott bekommen haben. 

Viele haben sie schon als „Liebesbrief Gottes“ an uns 

bezeichnet - und das ist sie auch: Hier lässt Gott uns 

in sein liebendes Herz schauen! -, 

aber so wie ein Liebesbrief nichts wert ist, 

wenn man Teile davon herausschneidet, 

weil man sie für blöd hält

oder ihn gar nicht liest und beantwortet, 

so ist es auch mit der Bibel. 

 

Dieses Wort ist die Basis im Glauben. 

Dieses Wort schafft überhaupt erst Glauben. 

95% von dem, was wir darin lesen, 

können wir auf Anhieb verstehen, 

auch ohne Abitur. 

Dieses Wort ist, wenn wir es als Gottes Wort lesen,

„lebendig und kräftig“. 

Es ist manchmal „scharf“ (das stimmt), 

und es ärgert uns an etlichen Stellen (stimmt auch). 

 

Aber es ist gut verbürgt, verlässlich überliefert. 

Und - am wichtigsten!: es ist ewig. 

Es bleibt. 

Auch wenn wir auf dieser Erde einmal nicht mehr sind, 

wird es noch gelten - dann, wenn wir alle einmal vor 

Gott erscheinen müssen. 

 

Gut zu wissen, 

dass Gott uns wirklich alles Wichtige mitgeteilt hat!

Sein Wort ist eine verlässliche Basis für uns. 

 

 

Die zweite Strebe unseres Mercedes-Stern steht heute 

für die gelebte Verbindung zu Gott

und das ist das Gebet. 

 

(> Schild „Gebet“) 

 

Wenn Gott mich durch sein Wort „erreicht“ hat, 

dann ist das, wie wenn Du zuhause vor dem PC sitzt

und plötzlich der „Router“ anspringt

und Dich mit dem Internet verbindet. 

Mensch, was löst das für eine gute Stimmung aus!

 

Der beste und schnellste Computer nützt Dir nichts, 

wenn Du keine Verbindung zum Netz hast!

Ab der Silvesternacht hatten wir im Pfarramt dieses Problem. 

Für sieben Tage. Router kaputt. 

„Keine Verbindung“ - Hunderte Mal kam diese Fehlermeldung!

Bis uns schließlich der Kabelbetreiber ein neues Verbindungsteil

geschickt hat …

 

Dieses Bild will ich einmal auf Christen übertragen: 

Ohne eine stehende Verbindung zu Gott 

bin ich abgeschnitten von ihm. 

Ohne eine stehende Verbindung zu Gott

kann ich ihm nicht antworten!

 

Ich habe zwar meine Bibel („lebendig und kräftig“ haben 

wir gehört …), aber Gott will damit doch in einen Dialog 

mit mir treten!!!

 

Dazu braucht es das Gebet!

 

„Es ist ein Reden des Herzens mit Gott, 

in Bitte und Fürbitte, Klage, Dank und Anbetung …“, 

das habt ihr Konfis schon auswendig gelernt. 

 

„Ein Reden des Herzens mit Gott …“

darum geht es im Gebet. 

Das ist, wie wenn das Herz Deines Rechners zuhause 

sich ständig mit den angeschlossenen Geräten austauscht. 

Manchmal im Hintergrund, 

manchmal so, dass man es hört oder sieht. 

 

Genau dasselbe passiert beim Gebet. 

Wenn Du betest, bist Du an Gott dran. 

Du bist an Gottes Herz dran. 

Gott fordert etwas an … und du antwortest … 

oder du forderst etwas an … und Gott antwortet. 

 

Wenn das passiert, dann lebt dein Glaube!

Und es zeigt sich, was in Philipper 4, Vers 6 steht: 

„Du brauchst Dich um nichts zu sorgen …“. 

Gott sorgt für dich. 

Er kann vom Himmel aus direkt auf Deine Hardware

zugreifen … und er tut es auch!

 

Und da ist noch eine dritte Strebe in diesem Mercedes-Stern. 

Nur alle drei zusammen ergeben diesen edlen Stern: 

Das ist die Gemeinschaft. 

 

(> Schild „Gemeinschaft“)

 

Liebe Jugendliche, 

ich weiß nicht, wieviel Zeit mit Computer-Spielen oder 

WLAN-Partys euch die Eltern zuhause zugestehen. 

Unsere Jungs haben, als sie Teenager waren, 

manchmal ihre Freunde eingeladen 

und fünf oder mehr Rechner im Haus 

über Kabel oder WLAN verbunden und stundenlang

gespielt (oder neudeutsch „gezockt“). 

 

Wir fanden das als Eltern manchmal nicht so toll. 

Aber sie haben das zeitweise einfach „gebraucht“. 

Denn manche Spiele kann man einfach nicht allein spielen …

 

Ist der Glaube auch ein „Spiel“, 

das man nicht alleine „spielen“ kann?

 

Viele versuchen es zwar,

wollen ganz privat ihr Christsein leben, 

aber es ist eigenartig: 

Immer, wenn wir das versuchen,

kommt keine Freude auf.

Ich meine Freude aus dem Glauben! 

 

Und „Glaube“ in der Bibel heißt ja nicht einfach „etwas glauben“, 

sondern in Verbindung stehen mit dem Höchsten 

durch seinen Sohn Jesus Christus. 

 

Und diese Verbindung braucht die „Gemeinschaft“, 

braucht das Netzwerk von Christen!

 

Ich will nicht sagen, 

dass jemand, der wie Robinson Crusoe allein auf einer

Insel gestrandet ist, nicht Christ sein kann,

aber Freude kam auch bei ihm erst auf, 

als er „Freitag“ (den ersten Gefährten) entdeckt hat. 

 

So ist es auch bei Gott,

im Glauben:

Niemals allein. 

Denn „allein geht man ein!“.

 

Christen sind dazu berufen, 

zusammen etwas zu sein zur Ehre Gottes - 

und in der Gemeinschaft werden sie besonders gesegnet: 

„Wo zwei oder drei [und gerne auch viel mehr!] in meinem Namen

versammelt sind, da - bin ich mitten unter ihnen“

gibt Jesus uns mit (Mt 18,20). 

 

Es geht nicht um die Zahl, 

aber dass wir uns versammeln!

Im Gottesdienst und Kindergottesdienst, 

in Krabbelgruppen und Jungscharen, 

in Teen- und Jugendkreisen, 

in Chören und Hauskreisen - 

und wie heute zu einem Gemeindefest!

Nicht nur einmal, 

sondern immer wieder … und immer motivierter. 

 

„… da bin ich mitten unter ihnen!“ 

Wo wir uns unter Gottes Wort versammeln, 

wo wir treu beten und dadurch online mit Gott bleiben

und uns nicht ins Private zurück ziehen, 

sondern regelmäßig zusammen kommen

in der Gemeinde - und gesegnet werden, 

da ist Jesus da

und wir blühen auf, unser Glaube blüht auf. 

 

Dieser Mercedes-Stern hat seine besondere Gestalt

aus der Mitte. 

Würde nur einer der Flügel abbrechen, 

kann man ihn weg werfen. 

 

Und ich wünsche uns, 

dass wir erkennen: Auch im Glauben ist es so. 

Gottes Wort, Gebet und Gemeinschaft zusammen, 

sind die Propeller, mit denen Gott uns Flügel verleiht. 

 

Amen. 




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Dienstag, 18.12.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Sonntag, 23.12.2018
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Held)
Montag, 24.12.2018
15:15 Uhr:
Christvesper, Christuskirche Dennach (Pfr. Held)
16:30 Uhr:
Waldweihnacht an der Schwanner Warte: Familiengottesdienst mit Weihnachtsstück (KiGo-Team & Jan Hunsmann)
18:00 Uhr:
Christvesper, Schlosskirche Schwann (Pfr. Held)
Dienstag, 25.12.2018
9:30 Uhr:
Einsingen zum Weihnachts-GD in Schwann
17:00 Uhr:
Weihnachts-Gottesdienst in Dennach (Pfarrer Held)