2105-04-06 Auferstehungsfeier

Andacht über Lukas 24,1-12 und das Osterfest / Pfarrer Friedhelm Bühner

Osterbericht Lukas 24,1-12

Wir hören auf den Bericht vom Ostermorgen nach dem Lukas-

Evangelium, Kapitel 24, die Verse 1-12:

 

„1 Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie zum Grab 

und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. 

2 Sie fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab 3 und 

gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesus nicht. 4 Und 

als sie darüber bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei 

Männer mit glänzenden Kleidern. 5 Sie aber erschraken und 

neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was 

sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6 Er ist nicht hier, er ist 

auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch 

in Galiläa war: 7 Der Menschensohn muss überantwortet werden 

in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten 

Tage auferstehen. 8 Und sie gedachten an seine Worte. 9 Und sie 

gingen wieder weg vom Grab und verkündigten das alles den elf 

Jüngern und den andern allen. 10 Es waren aber Maria von 

Magdala und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und die 

andern mit ihnen; die sagten das den Aposteln.11 Und es erschienen 

ihnen diese Worte, als wär's Geschwätz, und sie glaubten ihnen 

nicht. 12 Petrus aber stand auf und lief zum Grab und bückte sich 

hinein und sah nur die Leinentücher und ging davon und wunderte 

sich über das, was geschehen war.“

 

 

 

Ansprache

 

Liebe Frühstaufsteher am Ostermorgen, 

 

Osterhasen gibt es seit Wochen in allen Variationen 

zu kaufen. In den Zeitungen und Amtsblättern hoppeln

Hasen herum. 

 

Nicht, dass ich was gegen Hasen habe

und schon gar nicht gegen Osterhasen (vor allem die aus Schokolade), 

aber ist Ostern so billig und banal? 

Das Osterfest reduziert auf Fruchtbarkeit und Grünzeug?

Schon die Kinder im Kindergarten spüren vermutlich, 

dass das alles ein Fake sein muss, 

weil Hasen nun wirklich keine Eier legen. 

Aber es hat sich überall verbreitet: 

Das Ostermärchen. 

 

Warum kann unsere Gesellschaft heute mit dem echten Ostern 

wo wenig anfangen?

 

Mit der Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi?

 

Weil wir alle so gebildet sind?

So wissenschaftlich geprägt, dass wir nur noch ernst nehmen, 

was wir empirisch mit unseren fünf Sinnen fassen können?

 

Nun, wenn es wirklich so wäre, 

könnte ich das gerade noch akzeptieren, 

aber es gab vielleicht noch nie so viel Aberglaube wie heute, 

so einen Hang zur Esoterik, zu obskuren Kräften und Mächten. 

Und in den Naturwissenschaften gibt es mehr und mehr 

Platz für Wunder, sogar echte Widersprüche, 

die sich nur mit Hypothesen und Axiomen überbrücken lassen. 

 

Also muss das Problem vieler Menschen mit Ostern

doch eher etwas mit diesem Jesus zu tun haben, 

von dem die Augenzeugen der Bibel behaupten, 

er war tot, zwei Tage im Grab 

und ist dann wirklich auferstanden. 

 

Es sieht ganz so aus, als ist nicht das Oster-Wunder der

Auferstehung an sich das Problem, sondern die Zumutung, 

dass Jesus diese universale Bedeutung für jeden Menschen 

haben soll. 

 

Jesus ist der Retter

Jesus ist der Weg zu Gott

Jesus geht alle Menschen an, 

niemand kommt an ihm vorbei - 

man kann ihm nur davon laufen - 

oder - ihn versuchen zu verniedlichen, 

indem man ihn zum Hasen macht. 

 

Denn ein Hase kommt keinem zu nahe. 

In der zahmen Version lässt er sich sogar streicheln, 

auf den Arm nehmen und füttern. 

 

Aber Ostern ist doch etwas ganz Anderes!

 

Ostern kann man nicht auf den Arm nehmen, 

sondern die Botschaft von der Auferstehung des Jesus

bringt uns in Wallung, in Bewegung, 

sie kann uns regelrecht aus den Latschen kippen: 

Wenn es stimmt, was die Bibel behauptet: 

Gott hat Jesus, seinen Sohn, der für alles Versagen in 

meinem Leben, ja sogar der ganzen Menschheit

am Kreuz gestorben ist -, auferweckt. 

Dem Tod, dem Bösen, der Sinnlosigkeit des Lebens …

ist die Macht genommen. 

Jeder Mensch kann neu beginnen, 

mir steht mit Jesus ein neues Leben offen -, 

ein ewiges, ein besseres …

 

Dann berührt das mein ganzes Sein, 

mein Selbstverständnis, und auch - meinen Stolz. 

 

Dann fordert mich Ostern zu einer Entscheidung heraus: 

Bin ich selbst der Herr in meinem Leben 

und erwarte ich folglich das Heil dieser Welt allein von

menschlichem Tun - oder - steht diese Stellung Jesus zu!?

 

Anerkenne ich, 

dass ich mich selbst nicht wirklich führen, 

geschweige denn die Welt retten kann 

mit all ihren Baustellen, Krisen und Kriegen, 

sondern dass es diesen Retter Jesus braucht?

 

Ist das die große Schwierigkeit für viele mit Ostern?

 

Je mehr ich darüber nachdenke, 

je deutlicher wird mir das: 

Viele Menschen heute laufen vor dieser Erkenntnis davon.

Dass wir Jesus brauchen. 

Dass diese Welt Jesus braucht. 

 

Deshalb machen sie Ostern zum Hasenfest. 

Aber das gibt nichts her … außer Kaufen und Konsum. 

 

Haben wir doch den Mut, 

so wie die Frauen am Grab, 

anderen zu bezeugen, dass Jesus lebt. 

Nicht der Osterhase ist die Hauptsache von Ostern. 

Sondern, dass Jesus lebt. 

 

Und denken wir nicht, das weiß doch ohnehin schon jeder. 

Leider wissen es nur noch ganz wenige. 

 

Aber sie werden staunen, 

wenn Sie aus unserem Mund hören …

und auch, dass wir deshalb Christen sind. 

 

Dass dieser Ostermorgen unser Leben bestimmt

und dass wir - wenn Jesus unser Leben bestimmt - 

nichts und niemand mehr fürchten müssen, 

nicht einmal den eigenen Tod. 

 

Amen




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

21.11 - 21.11.2108
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