2014-05-18 Konfirmation

Festgottesdienst zur Konfirmation mit Predigt über 1. Timotheus 6,11-17 (Pfarrer Friedhelm Bühner)

Die Konfirmanden ...

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Liebe Konfis, 

heute legt ihr vor all diesen Zeugen das 

Bekenntnis des Glaubens ab. 

Wir haben im vergangenen Jahr viel miteinander 

über diesen Glauben gesprochen 

und ich denke, es ist uns allen klar geworden, 

dass man die Sache mit Gott 

nicht eben so mal im Vorbeigehen mitnehmen kann. 

 

Glaube an Jesus Christus bedeutet Einsatz, 

mit ganzem Herzen und mit dem ganzen Leben. 

Darum geht’s auch in eurem Bibelwort zur Konfirmation. 

Ich lese aus dem ersten Brief des Paulus an Timotheus, 

aus Kapitel 6 (11-16) HfA:

„11 Du aber, mein lieber Timotheus, gehörst Gott und dienst ihm. 

Deshalb meide all diese Dinge [von denen ich dir geschrieben habe].

Bemühe dich vielmehr mit aller Kraft darum, 

das Richtige zu tun: 

    Gott zu dienen, 

    ihm zu vertrauen und 

    deine Mitmenschen von ganzem Herzen zu lieben. 

Begegne ihnen mit Geduld und Freundlichkeit. 

12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens! 

Erringe so das ewige Leben. 

Dazu hat dich Gott berufen, 

und das hast du vor vielen Zeugen bekannt. 

13 Vor Gott, der alles Leben gibt, und vor Christus Jesus, 

der sich vor Pontius Pilatus zu Gott bekannte, 

ermahne ich dich nun eindringlich: 14 Führe deinen Auftrag so aus, 

dass niemand etwas daran auszusetzen hat, bis unser Herr Jesus 

Christus kommt. 15 Die Zeit dafür bestimmt Gott selbst, der einzige 

und allmächtige Gott, der König aller Könige, der Herr aller Herren. 

16 Er allein ist unsterblich, er lebt in einem Licht, das niemand sonst 

ertragen kann, kein Mensch hat ihn je gesehen. Ihm allein gehören 

Ehre und ewige Herrschaft. Amen.“

 

 

Wenn ich so an unser Konfijahr zurück denke, 

dann hat das mit dem Konficamp angefangen, 

in Sulz am Eck auf einem großen Sportplatz. 

Nicht alle, aber vor allem die Jungs, 

haben dort viel Fußball gespielt. 

Sie waren mit vollem Einsatz dabei, 

haben sich immer neu zu Mannschaften zusammen getan

und wollten auf jeden Fall gewinnen. 

 

In diesem Sommer wird das auch die deutsche Nationalelf

in Brasilien versuchen. Wie gesagt: Sie versuchen es …

 

Fußball spielen ist ein gutes Bild für das, 

was Christsein heißt

und worum es heute bei eurer Konfirmation geht. 

 

Dazu einige Gedanken: 

 

1. Man muss mitmachen, um wirklich dabei zu sein. 

Stellt euch mal diese Szene vor: 

Wir sitzen draußen auf der Wiese und wollen Fußball spielen. 

Vor uns liegt der Ball. 

Alle sind da, die Stimmung ist gut, das Wetter super. 

Dann eröffnet Luca das Spiel und Nico (H.) greift sofort ein ins 

Spielgeschehen ein, indem er sagt: 

„Also, ich würde den Ball in Richtung gegnerisches Tor schießen“. 

 

Darauf sagt Luca: „Dann würde ich dir hinterher rennen

und versuchen, dir den Ball abzunehmen. 

 

Auch er ist voll und ganz dabei und meint: 

„Mit mir in der Abwehr würde keiner von Euch ein Tor schießen, 

denn ich würde den Ball sofort weg spielen, 

wenn er in meine Nähe kommt!“

 

Und so diskutieren die drei den Ablauf des Fußballspiels

und tauschen alle möglichen Spielweisen aus. 

 

Ich glaube, nach zwei Minuten hätten wir alle genug davon.

Das wäre nur langweilig. 

Über ein Fußballspiel kann man einfach nicht theoretisch

diskutieren oder philosophieren,

das muss man mitmachen und erleben. 

 

Es ist nötig, sich den Ball zu schnappen und loszulaufen, 

um im Spiel dabei zu sein! 

Tore kann man nicht erzählen, die muss man schießen!

Ein Sieg kann nicht ausdiskutiert werden, 

er wird durch Einsatz erreicht!

 

Paulus denkt ähnlich, wenn er im Predigttext dazu ermutigt: 

„Bemühe dich vielmehr mit aller Kraft um ein Leben, 

mit dem du einmal vor Gott bestehen kannst. 

Setze alles daran, dass dir nichts wichtiger wird als Gott, 

dass du an ihn glaubst

und deine Mitmenschen von ganzem Herzen liebst!“

 

Beim Glauben ist es ähnlich wie beim Fußballspiel. 

Man muss mitmachen, sich darauf einlassen

und ihn erleben. 

 

Berufen in die Mannschaft Gottes sind wir alle. 

Ihr als Konfis, Sie als Eltern und Paten, 

Sie als Verwandte und Freunde. 

Wir haben einen Stammplatz in Gottes Mannschaft. 

Jetzt geht es darum, in das Spiel einzusteigen: 

Das heißt - Glauben - an Jesus Christus. 

 

Wir können natürlich auch mehr oder weniger unbeteiligt

über den Glauben diskutieren

und Gottes Berufung für unser Leben ignorieren. 

 

Es ist ein Stück weit unsere Entscheidung, 

ob wir mitspielen wollen oder nicht. 

Gott zwingt niemand seine Liebe zu erwidern.

 

Aber bei diesem Spiel des Lebens soll es - um Gottes Willen - 

keine passiven Mitglieder geben, 

die schweigend alles beobachten. 

Gesucht sind Menschen, 

die aktiv in Gemeinden mitmachen und so erfahren, 

dass dieses Spiel des Lebens Freude macht

und für sich selber - und für andere - einen großen Gewinn bringt. 

 

Dabei wird jeder nach seinen Möglichkeiten gebraucht. 

Denn bei Gott sind nicht nur Topp Spieler gefragt, 

sondern auch Menschen, 

die manchmal einen Schuss daneben setzen. 

Menschen wie Du und ich. 

Das gehört zum Spiel dazu. 

 

Aber eines ist sicher: 

Man muss seinen Platz in der Mannschaft einnehmen und 

mitspielen, um dabei zu sein. 

 

Ihr Konfis sagt nachher vermutlich „Ja“ zu diesem Weg des 

Glaubens. 

Und ihr habt Recht damit!

 

Dann tut es, steigt ein ins Spiel!

 

 

 

2. Man braucht die richtige Einstellung um
zu gewinnen. 

Es gibt ganz unterschiedliche Einstellungen, 

in so ein Fußballspiel zu gehen.

Die Einen sagen: „Ich mach gar nichts, dann mach ich auch

nichts falsch!“

Die Anderen sagen: „Ich schau nach dem Ball 

und ab und zu -, wenn ich Lust hab’ - oder mir’s grad reinläuft, 

dann greif’ ich ins Spielgeschehen ein.“

Einige aber packen’s richtig an und gehen voll rein ins Spiel!

 

Ich weiß nicht, was ihr als Konfis und Sie als Gemeinde 

im Herzen für eine Einstellung gegenüber Gott 

und dem Glauben habt. 

 

Vielleicht gehören manche zu denen, 

die sich lieber aus allem raushalten, 

damit sie in nichts hinein kommen!?

 

Vielleicht gehören manche von euch zu der Gattung

„Gelegenheitsspieler“ - zu besonderen Anlässen, 

da lässt man sich in der Kirche oder der Gemeinde sehen. 

Ab und zu mal dabei zu sein, das ist genug. 

Immerhin, man weiß, wie das Spiel läuft. 

 

Vielleicht gehört ihr auch zu denen, 

die eigentlich mitspielen wollen, 

die es aber nicht so genau mit den Spielregeln nehmen. 

Klar, man kann den Fußball auch zur Deko benutzen. 

Aber das ist nicht sein Sinn!

 

Ich kann auch den Glauben an Gott als Deko benützen

und die Gebote, die mir einleuchten, 

für mich in Anspruch nehmen. 

Aber das ist doch nicht der Sinn. 

 

Im Glauben geht es um Beziehung!

Da kann ich mit Gott umgehen wie mit einem Menschen, 

dem ich vertraue und den ich liebe. 

Einen Menschen kann man nicht scheibchenweise lieben. 

Auch Gott nicht. 

 

Glauben heißt deswegen, 

sich auf die Beziehung mit Gott ganz einzulassen 

und so zu leben, dass es alle Welt sehen kann, 

dass es in dieser Beziehung stimmt. 

Oder mit den Worten unseres Predigttextes gesagt: 

„Führe deinen Auftrag so aus, dass niemand etwas daran 

auszusetzen hat, bis unser HERR Jesus Christus 

wiederkommt.“

 

Vielleicht gehörst du auch zu denen, 

die voll und ganz dabei sind, 

wenn es um den Glauben geht. 

Du bist schon auf dem Weg

und die Worte, die Paulus im Predigttext sagt, 

haben bei Dir schon Raum gewonnen: 

„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens!“

Erringe so das ewige Leben. 

 

Dazu hat Gott dich berufen und das hast du 

vor vielen Zeugen bekannt.

 

Wir alle sind berufen uns darauf einzulassen. 

Dazu braucht man Kraft, Training, Kondition und -

die richtige Ausrüstung. 

 

Deshalb …

 

3. Achte auf deine Kondition und Ausrüstung

Wenn man mit vollem Elan in so ein Fußballspiel geht, 

dann ist man nach einer gewissen Zeit platt, 

nichts geht mehr, man braucht eine Pause. 

 

Wer gut trainiert ist und eine entsprechende Kondition hat, 

der bleibt länger am Ball. 

 

Deshalb gibt uns Gott einige Tipps, 

wie du deine Kondition ausbauen kannst: 

> Achte auf die tägliche Nahrung: Wenn wir mal drei 

Wochen nichts Vernünftiges essen 

und dann in ein Fußballspiel gehen würden - ich glaube, 

nach fünf Minuten müsste der Sani ausrücken 

und uns abtransportieren. 

 

Damit wir bei Kraft bleiben und einsatzbereit sind, 

müssen wir was essen. 

Das ist im Glauben auch nicht anders. 

Gott hat uns sein Wort, die Bibel, als Nahrung gegeben. 

Sie wird im Gottesdienst ausgeteilt …

Auch in der persönlichen Stillen Zeit daheim, 

wenn ich meiner Bibel lese …

 

Wer diese Nahrung zu sich nimmt, der kann auftanken, 

der wird munter, der findet neue Kraft. 

 

Wer aber im Umgang mit Gottes Wort ein Hungerleider ist, 

dem geht die Puste aus, wenn es drauf ankommt. 

Der wird im Kampf des Glaubens keinen langen Atem haben

und seiner Mannschaft wenig Unterstützung bringen. 

Deshalb -: Jeden Tag ein bisschen aus Gottes Wort

und den Mut, am Sonntag mit Gottes Wort 

in die neue Runde (Woche) starten …

damit die Power im Leben stimmt. 

 

Hör’ auf die Anweisungen des Trainers (ich meine Gottes!)

denn er hat immer den Einzelnen und das ganze Team im Blick!

 

Die Anweisungen Gottes kannst du hören, 

wenn du mit ihm redest. 

Das ist die Chance eines jeden Christen. 

Sag’ Gott einfach, was dich beschäftigt, 

was dir fehlt oder was dich plagt. 

Sag es ihm in deinen Worten. 

Das ist Gebet. 

 

Wenn die Kommunikation mit dem Trainer stimmt, 

dann kannst du sicher sein, dass sich das Spiel in eine gute 

Richtung für dich entwickelt. 

 

Und: Trainiere mit anderen!

Es macht mehr Spaß, wenn man kein Einzelkämpfer ist. 

Man kann sich und andere besser motivieren

und die Mitspieler muntern einen auf, 

wenn’s mal nicht so optimal läuft. 

 

Als Christ tut es gut, 

mit anderen Christen Gemeinschaft zu haben. 

Deshalb, geh’ in den Gottesdienst, in den Teenkreis …

Wer immer nur allein trainiert, 

wird irgendwann die Lust am Spiel verlieren. 

Wer als Christ nur für sich allein lebt, 

ist irgendwann ausgebrannt. 

 

Deshalb bleib dran an der Gemeinde - das Team 

freut sich auf dich!

 

Noch ein …

 

4. Du gehörst zu den Gewinnern

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens!

Erringe so das ewige Leben. 

Dazu hat dich Gott berufen

und das hast du vor vielen Zeugen bekannt. 

 

In Gottes Team gehörst du zu den Siegern. 

Und Gott gibt uns nicht irgend einen billigen Pokal als Siegespreis, 

der nach ein paar Jahren verstaubt in einer Ecke steht. 

Gottes Siegespreis ist das ewige Leben. 

 

Ich weiß nicht genau, 

wie es in der Ewigkeit bei Gott aussehen wird, 

aber ich bin sicher, das wird alles bisher Gesehene in den 

Schatten stellen!

 

Vielleicht kannst du die Ewigkeit mit dem vergleichen, 

was du am liebsten machst (z. B. den ganzen Tag Fußball spielen). 

 

Es kommt aber gar nicht darauf an, 

sich das ewige Leben in allen Einzelheiten auszumalen. 

Es kommt vielmehr darauf an, 

dass du dabei bist, wenn es um die Ewigkeit geht. 

 

Gott - hat alles getan. 

Seine ausgestreckte Hand -ist da. 

Sie gilt jedem - von uns. 

 

Wir werden auf dieses Angebot mit unserem ganzen Leben 

antworten müssen. 

Amen

 

(Ich danke meinem Kollegen Norbert Graf für seine Vorarbeiten zu diesem Predigttext)




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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