2011-12-24 Heilig Abend Familiengottesdienst

Bilder und Predigt zum Anspiel "Aufgeweckt ..." (© www.drama-ministry.de) / Pfarrer Friedhelm Bühner

Impressionen in Bildern ...

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Liebe weihnachtliche Gemeinde, 

liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

 

„Aufgeweckt ...“ 

 

hieß das witzige Weihnachtsstück, das wir dieses Mal sehen und

hören konnten ... und ein besonderer Dank an alle, 

die bereit waren hier mitzumachen!

Denn das war gar nicht so einfach in diesem Jahr, 

viele waren so im Vorweihnachtsstress (Schule, Verein, private Feiern), 

dass sie sich das nicht auch noch „aufladen“ wollten ...

 

Aber unser Jugendreferent Jan Hunsmann und seine Frau Meli

sind einfach dran geblieben! Vielen Dank!

 

Hier ist die Weihnachtsgeschichte einmal von einer

ganz anderen Seite her aufgerollt worden.

Aus der Sicht einer doch sehr sympathischen Wirtsfamilie, 

einem Ehepaar, das sich und seine Kinder gern hat,

aber auch enorm viel um die Ohren und trotzdem noch Platz und Kraft

für viele Andere findet. 

 

Wie oft hieß es da „Aufgeweckt ...!“ in der Nacht und immer rennt 

der Mann brav zur Tür (Geht das bei Ihnen auch so?)

Also, ich kann gut verstehen, wenn man (und auch frau) da irgendwann 

einfach nur noch schlafen will und denkt: 

„Ja, ja, ... ich hab‘s gehört! 

Wer wird‘s wohl diesmal sein? Sicher wieder so ein Fremder!

Ich komm‘ ja schon, aber alles andere ... ist mir jetzt völlig Schnuppe,

ich weil einfach nur meine Ruhe haben - und - wieder schlafen!“

 

Den Wirt kann ich echt verstehen. 

Kann man ihm denn einen Vorwurf machen,

dass ihm irgendwann gar nicht mehr auffällt, 

dass die nächtlichen Ruhestörer etwas miteinander  zu tun haben?

Er ist überlastet, übernächtigt, es langt ihm, 

warum jetzt immer wieder die „Geschichten“ anhören, die die Fremden zu 

erzählen haben!?

 

Geht‘s Ihnen womöglich auch so, vielleicht gerade mit Weihnachten!?

 

In unserem Stück war es die Frau, die ein bisschen weiter sieht 

als der Mann.
„Na hör mal. Was muss denn noch alles passieren, 

bis du merkst, dass hier was Besonderes los ist?“ - sagt sie zu ihm, 

„Erst das Paar mit der Geburt, dann der Gesang, dann die Hirten, 

dann die reichen Männer, dann der Stern.

Brauchst Du denn noch was?“

 

Manchmal sind wir Menschen doch wie „vernagelt“, 

wir Männer vielleicht sogar noch etwas mehr als die Frauen, 

wer weiß!? Und dann sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht. 

Da macht es einfach nicht „Klick“, kein Durchblick!

 

Auch mit Weihnachten ist das bei vielen Menschen so! 

Jeder kennt die Jahreszeit von Kind auf, alles ist irgendwann Routine. 

Und jetzt noch in die Kirche, dann die Kerzen am Christbaum anzünden, 

eine CD einlegen und - es ist so weit!

 

Wirklich?

Sehen wir schon den wichtigsten „Baum im Wald“?

Jesus ist geboren, der Sohn Gottes, in einer Krippe in Bethlehem. 

Und Maria und Josef, Engel, Sterndeuter und Hirten sind dabei. 

 

Was ist das Entscheidende?

Wofür lohnt es sich aufzustehen, sich hier „wecken“ zu lassen?

Den gewohnten Weihnachtstrott zu hinterfragen, 

wirklichen Sinn und eine dauerhafte Freude hinein zu bringen?

 

Nur Gottes Wort kann uns da weiterhelfen. 

Denn wer meint, er könne das auch ohne die Bibel wissen, 

der liegt auf jeden Fall daneben. 

Durch den Propheten Jesaja (60,2) klärt Gott uns auf: 

„Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker! - 

Aber über dir geht auf der HERR. Und SEINE Herrlichkeit erscheint 

über Dir!“

 

„Finsternis“, „Dunkelheit“, „Nacht“, das ist in der Bibel nicht nur

etwas Zeitliches, sondern eine Gesamtbeschreibung der Menschheit. 

Alle Menschen leben von Natur aus in der „Nacht“, im „Gottesschatten“

und so sehr sie sich auch anstrengen, 

selber etwas Göttliches oder Spirituelles an Weihnachten zu finden, 

so sehr liegen sie falsch. 

 

Wir können es uns nicht selber sagen. 

Aber Gottes Wort sagt es klar und deutlich: 

In Bethlehem kam der zur Welt, der uns retten will aus Nacht und 

Dunkelheit! Deshalb heißt er auch der „Heiland der Welt“.

 

„Mensch, steh auf und gehe ihm entgegen!“

„Dieser Ruhestörer ist für mich und Dich gekommen!“

Mache es nicht wie so viele, von denen es im Johannes-Evangelium 

heißt (Joh 1,10f):

„ER kam in die Welt und die Welt ist durch ihn gemacht, 

aber die Welt erkannte ihn nicht. 

Er kam in sein Eigentum; 

aber die Seinen nahmen ihn nicht auf ...“

 

Was für eine Tragik, dass sich auch heute so viele mit einer

oberflächlichen Weihnachts-Idylle zufrieden geben, 

die doch rein gar nichts mit dem zu tun hat, 

was Jesus uns schenken will!

 

Wie schade, dass so viele diesen „Stubser“ von Gott ignorieren: 

Bei diesem Gast lohnt es sich wirklich aufzustehen!

Es ist eine Ehre, dass dieser Gast überhaupt zu mir kommen will, 

obwohl ich es doch gar nicht verdiene!

 

Jesus kam in diese Welt, 

um uns zu retten aus dem Hamsterrad des Lebens, 

aus der Nacht von Sünde und Tod. 

 

Jesus kam - und das die Frohe Botschaft der Engel -, 

um Menschen wie Dich und mich in den Bann der Liebe Gottes zu ziehen, 

uns erfahren zu lassen: 

Du bist zwar ein Sünder, 

lebst und er-lebst noch so viel Nacht und Dunkelheit, 

aber Gott kann Dich zu einem „Kind Gottes“ machen, 

wenn Du es willst. 

 

„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, 

Gottes Kinder zu werden ...“, 

so geht das Wort bei Johannes weiter. 

 

„Jesus ... aufnehmen ...“, das sind die beiden Schlüsselworte, 

die Weihachten zum großen Fest der Liebe und der Freude machen. 

 

Nur wer sich „aufwecken“ lässt von diesem Gast, 

von Jesus, dem Retter und Heiland, bei dem ist die Frohe Botschaft 

angekommen. 

 

Dazu muss ich hingehen zum Stall, zu Jesus, vor ihm niederknien

und Danke sagen, dass er gekommen ist. 

 

Dann werde ich ein „Kind Gottes“, habe mich „aufwecken“ lassen 

zum Leben. 

 

Und aus Weihnachten wird jetzt das „Christfest“, 

Christus das größtmögliche Geschenk in dieser Welt“. 

Mein Heiland. 

 

Mensch, wenn das kein Fest der Freude und Liebe ist!

 

Gott schenke es, dass seine Frohe Botschaft bei uns einzieht

und dieser schönen Zeit die Krone aufsetzt, 

die ihr zusteht: Christus ist geboren. Für mich und Dich!

 

Amen




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Sonntag, 23.12.2018
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Held)
Montag, 24.12.2018
15:15 Uhr:
Christvesper, Christuskirche Dennach (Pfr. Held)
16:30 Uhr:
Waldweihnacht an der Schwanner Warte: Familiengottesdienst mit Weihnachtsstück (KiGo-Team & Jan Hunsmann)
18:00 Uhr:
Christvesper, Schlosskirche Schwann (Pfr. Held)
Dienstag, 25.12.2018
9:30 Uhr:
Einsingen zum Weihnachts-GD in Schwann
17:00 Uhr:
Weihnachts-Gottesdienst in Dennach (Pfarrer Held)
18:30 Uhr:
Abendgottesdienst mit dem San-Sebastian-Chor in Schwann (Pfr. Held)