2012-04-08 Familiengottesdienst Ostern

Predigt im Familiengottesdienst über 1. Kor 15,12-22 in Verbindung mit dem Anspiel "Wofür eigentlich Ostern?" des Teenkreis (Quelle: drama-ministry.de) / Pfarrer Friedhelm Bühner 
Impressionen in Bildern von Micha Mayer ...

Impressionen vom Osterfrühstück und dem Anspiel "Wofür Ostern?" im Familiengottesdienst

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Liebe Erwachsene, liebe Kinder,

vielen Dank ... N. N. (Mitarbeiterin im Teenkreis)
und alle Mitspieler für dieses Anspiel aus dem Leben
„Wofür eigentlich Ostern?“ ...

Es könnte so genauso gut in Schwann spielen ...
Schon seit Wochen sind die großen Läden voll mit Osterhasen-
Produkten, die Zeitungen berichten über Eier-Sammel- und
Suchaktionen schon im Kindergarten.
Osterbrunnen werden geschmückt, Frühlingsfeste gefeiert.
Und jeder macht sich so seine Gedanken,
wie Ostern dieses Jahr wird - aber eigentlich scheint es für 90% der
Leute nur noch um Hasen, Feiertage, Urlaub oder einfach
ein bisschen Faulenzen zu gehen.

„Hase sucht Osterhase“, wie es im Anspiel am Ende hieß,
das ist doch bei uns heute genau die Situation ...
Ist es alles nur ein „fake“, eine Witznummer mit Ostern?

Natürlich gibt es sie noch, die, die wissen, dass an diesem
Tag unser HERR Jesus Chrstus vom Tod auferstanden ist
und dass wir deshalb Ostern feiern,
aber ganz, ganz viele wissen davon überhaupt nichts mehr
oder sie zweifeln daran.

Bei einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung im Jahr 2009
zum Glauben der Deutschen kam dieses Ergebnis raus:
Jeder dritte Deutsche glaubt, dass nach dem Tod alles aus ist
(also nix Ostern, nix Auferstehung, nur Osterhase ...)
Ein anderes Drittel ist sich nicht sicher,
sagt: Vielleicht Auferstehung, vielleicht aber auch Osterhase.
Und ein drittes Drittel ist fest davon überzeugt:
Ja, es gibt eine Auferstehung nach dem Tod
und Jesus war der Erste am Ostermorgen,
bei dem es so war.
Für die, die das glauben, ist der Osterhase ziemlich unwichtig,
nett zum Verfuttern,
aber Ostern feiern sie, weil Jesus tatsächlich als der erste Mensch
überhaupt vom Tod auferstanden ist
und das ihrem Glauben so viel gibt,
was es das nirgendwo sonst geben kann!

Jesus lebt!
Der HERR ist auferstanden,
er ist wahrhaftig auferstanden!
Das heißt für uns Ostern!

Liebe Kinder, liebe Erwachsene,
was wäre eigentlich, wenn das nicht stimmen würde,
wenn es in Wirklichkeit nur ein Frühlingsfest mit Osterhasen-
und Eiersuchaktion ginge?

Taj, dann hättet ihr vom Posaunenchor heute morgen getrost
im Bett bleiben können, denn es gäbe doch keinen Grund,
so früh aufzustehen und Lieder über die Auferstehung ins
Dorf zu posaunen!
Auch unsere Chöre hätten nichts zu singen
und ihr vom Teenkreis könntet euch nochmal rumdrehen
und im Bett bleiben, bis Mama zum Brunchen oder gleich
zum Mittagessen ruft ...
Denn Ostereiersuchen mit den kleineren Geschwistern,
das könnt ihr ja auch noch am Nachmittag!

Aber, ich glaube, wir spüren alle:
Ostern wäre das nicht!
Sondern nur ein Fressfest wie so viele ...

Aber jetzt seid Ihr alle hier! - Im Osterfestgottesdienst
und ihr vom Posaunenchor habt heute morgen schon dem Tod
den Marsch geblasen!
Es hinaus posaunt:
„ER ist erstanden, halleluja! ...“
Er ist wahrhaftig auferstanden!“
Jesus lebt!
Und mit ihm werde auch ich auferstehen,
wenn ich seiner Botschaft glaube!

Damit habt Ihr vor allen bekannt:
Ostern ist nicht wie Ostereier Verstecken und -suchen.
Ostern heißt Auferstehung, Ostern ist wahr und real!
Ein noch nie da gewesenes Ereignis!
Ein Wunder, das Gott selbst vollbracht hat
und mit dem er unseren so beschränkten Glauben in Frage stellt:
„Lieber Mensch, wer bin ich eigentlich für Dich?“
Und: „Wie hältst Du‘s denn mit mir?“  
Das ist eine ganz andere Frage als die berühmte Gretchenfrage
in Goethes Faust: „Wie hältst Du‘ denn mit der Religion?“

Ostern ernst genommen verändert die Machtfrage in dieser Welt!
Auch die Machtfrage in meinem persönlichen Leben!
Ostern ernst genommen lässt mich die Tagesnachrichten im Fern-
sehen mit anderen Augen sehen!
Dann ist da nicht mehr nur Tod und Terror,
sondern die Gewissheit: Gott hat den Laden noch im Griff,
er kommt zu seinem Ziel!  
Ostern ernst genommen, das macht,
dass Menschen auch heute getrost alt werden können
und irgendwann selig sterben.

Weil ich von dem Tag an, an dem ich dem Auferstandenen glaube,
wissen darf: Er wird auch mich nicht dem Tod überlassen ...
Ich werde einmal mit ihm auferstehen und ewig leben!

Das heißt heute ganz konkret für Dich:
    - Da ist einer, der Dein Gebet hört!
    - Da ist einer, der Dein verpfuschtes Leben nicht nur
         aufarbeitet, sondern vor Gott bereinigt: Jesus Christus ist
         auch für Dich und mich gestorben und auferstanden!
Da ist Sinn in meinem Leben auch mit „50 plus“, wenn 
   die Falten im Gesicht zunehmen und die Haare weichen ...
     - Da ist Hoffnung gerade auch, wenn ich wieder
         dabei sein muss, wie ein guter Freund schon beerdigt wird.

Es ist so schade,
dass das heute nur noch wenige Menschen wissen -
wofür eigentlich Ostern steht!?

Und aus diesem Nichtwissen heraus
oder auch aus Zweifel daran, ob die Berichte der Bibel denn stimmen,
versuchen sie Ostern mit anderem zu füllen,
was doch überhaupt gar keinen Sinn macht
(dass es Frühling ist, wenn die Blumen anfangen zu blühen -
dazu brauchen wir doch kein Osterfest, oder
dass die Kinder gerne Verstecke Spielen und süße Sachen
suchen, das kann man doch jeden Tag spielen,
wenn man will ...)

Immer dann, wenn Menschen nichts mehr vom wahren Grund des
Osterfestes - nämlich der Auferstehung von Jesus Christus - wissen,
dann vertrocknet auch ihr Glaube
und andere Dinge treten an ihre Stelle,
Dinge und Gedanken, die doch überhaupt nicht tragen.

So treffe ich immer wieder Menschen,
die den wahren Jesus, der, der vom Tod auferstanden ist,
ausblenden in ihrem Leben - und was setzen sie an seine Stelle:
Eigene Gedanken über Gott: Sie gehen in sich, meditieren
und
    - versuchen, den lebendigen Gott in sich zu finden.
Aber da ist er nicht, jedenfalls nicht der wahre Gott!
Denn der kommt uns am Ostermorgen von einer ganz anderen,
unerwarteten Seite entgegen.
Nur hier begegnen wir dem wahren Gott,
der nicht von Menschen erdacht,
keine Selbsttäuschung ist!

Andere Menschen versuchen
    - Gott in ihrem Tun zu finden: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“
          (sagen sie).
Aber wer so denkt, der weiß noch nichts von Gottes Osterkraft!
Er hält sich selbst für stark und macht Gott klein.
Spätestens am eigenen Grab wird dieser Mensch erleben,
dass seine eigene Kraft hinten und vorne nicht ausreicht!

Wieder andere
    - wollen sich einfach nicht vorstellen, dass Gott die Grenzen
         der menschlichen Vernunft tatsächlich gesprengt haben könnte
         am besagten Ostermorgen.
         (Dass also Ostern der Tag ist, an dem ich auch mit meiner
         Vernunft auf die Knie gehen müsste und Gott die Ehre geben,
         weil er tut, was bis dato kein Mensch gesehen und gehört hat).

Kann Gott etwas tun, was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann?
Ja, Gott kann es ...

Das ist die Botschaft von Ostern!
Gott kann alles
und er kann nicht nur, sondern er tut es auch!
Gott hat dem Tode die Macht genommen,
die Angst vor dem Tod ist nicht mehr nötig,
im Glauben an Jesus zieht er auch mich aus dem Grab wieder heraus
in ein neues und ewiges Leben.

Glaube ich an dieses Tun Gottes am Ostermorgen,
glaube ich an den auferstandenen Jesus,
dann habe auch ich Anteil an seinem ewigen Leben.
Wie umgekehrt: Ist für mich Ostern vor allem Hasenfest und
Eiersuchen, dann habe ich auch im Sterben keine Hoffnung.

Es ist also total wichtig zu wissen, wofür Ostern steht
und an Jesus zu glauben.
Ostern heißt: „Jesus ist vom Tod auferstanden,
er ist wahrhaftig auferstanden!“

Und so lese ich heute den Predigttext einmal zum Abschluss,
der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief (15,12-22, HfA) so dazu geschrieben:
„Wenn also im Evangelium gesagt wird, dass Gott Christus von den Toten
auferweckt hat, wie können da einige von euch behaupten: „Eine Auferstehung
der Toten gibt es nicht!“
Wissen diese Leute eigentlich, was sie damit sagen? - Wenn es keine
Auferstehung der Toten gibt, dann kann ja auch Christus nicht auferstanden
sein. Wäre aber Christus nicht auferstanden, so hätte unsere ganze Predigt
keinen Sinn, und euer Glaube wäre völlig wertlos.
Mit Recht könnte man uns dann vorwerfen, wir seien Lügner und keine
Zeugen Gottes. Denn wir behaupten doch: Gott hat Christus auferweckt.
Das kann gar nicht stimmen, wenn mit dem Tode alles aus ist!
Wie schon gesagt, wenn die Toten nicht auferstehen, dann ist auch
Christus nicht auferstanden. Wenn aber Christus nicht von den Toten
auferweckt wurde, ist euer Glaube nichts als eine Illusion, und ihr seid
auch von eurer Schuld nicht frei.
Ebenso wären auch alle verloren, die im Glauben an Christus gestorben
sind. Wenn der Glaube an Christus uns nur für dieses Leben Hoffnung
gibt, sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen.
Tatsächlich aber ist Christus als erster von den Toten auferstanden.“


Wofür feiern wir Ostern?
Um das zu feiern: Dass der Tod seine Macht verloren hat!
Und Jesus macht‘s möglich.
Amen
 




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

21.11 - 21.11.2108
18:30 Uhr:
GD am Buß- und Bettag in Schwann mit Abendmahl (Pfarrer Manz)
Sonntag, 16.12.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer Schwarze)
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Schwarze)
Dienstag, 18.12.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Sonntag, 23.12.2018
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Held)
Montag, 24.12.2018
15:15 Uhr:
Heiligabend-GD in Schwann mit Weihnachtsstück (Pfarrer Held)
16:30 Uhr:
Heiligabend-GD in Dennach, besinnlich (Pfarrer Held