2010-01-03

Predigt über 1. Johannes 5,11-13 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Wir hören auf den Predigttext für diesen Sonntag dem 1. Johannesbrief, 

Kapitel 5, die Verse 11-13:

11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben 

hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, 

der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das 

Leben nicht.

13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige 

Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.“

Liebe Gemeinde, 

noch 362 Tage hat dieses Jahr. 

Was erwarten Sie, was befürchten Sie?

Wer sicher voraussagen könnte, was kommt und wie es kommt, 

der könnte viel verdienen in unseren Tagen. 

Aber - Gott hat vorgedacht und vorbereitet.

Darauf sollten wir vor allem unseren Blick richten. 

Mit Jesus leben, das heißt vor allem, 

in seine Gedanken für mich hineinzufinden!

(Fast) jeder Mensch will leben. 

Darauf hin sind wir angelegt. 

Das is wahrscheinlich auch der Grund, warum der Tod 

von vielen möglichst weit, weit weggeschoben wird. 

In Krankenhäuser und Pflegeheime vor allem. 

Da denken Menschen, dass sie dem allgegenwärtigen Tod 

ein Stück ausweichen können. 

Aber das Suchen des Menschen nach Leben ist auch überall

sichtbar. Wir wollen nicht einfach nur so leben, sondern 

wir wollen - wenn schon zeitlich begrenzt - dann so intensiv

wie möglich leben, was vom Leben haben. 

Diese Suche nach Leben lassen sich die Menschen viel kosten. 

Da gibt es die einen, die nach ihrem Leben in fremden Welten suchen, 

in östlichen Religionen zum Beispiel, nach einer neuen Lebensquelle. 

Andere stürzen sich ganz in Beruf und Karriere und versuchen 

sich hier ihren Lebenstraum zu erfüllen. 

Familie, Kinder und feste Beziehungen werden auf die lange

Bank geschoben, um ja nichts zu verpassen. 

Andere machen es genau umgekehrt: Sie stecken ihre ganze 

Energie in die Kinder und stellen dann vielleicht doch bedrückt fest, 

dass sie sich auch von den Eltern abwenden können. 

Die Suche nach dem Leben ist eine unendliche Geschichte 

und für viele auch eine Katastrophe!

Denn nicht wenige Sucher landen im Abseits, 

müssen erkennen: Ich bin auf dem falschen Weg. 

„Das letzte Hemd hat keine Taschen!“, 

auch ein durchtrainierter Körper wird alt, 

Karrieren geraten in Sackgassen und Freundschaften gehen in 

die Brüche. 

Was bleibt?

Am Ende ein Grabstein mit verwitterten Buchstaben. 

Kann das alles sein?

Die Lösung für Christen heißt Jesus Christus!

Denn Christen haben eine Antwort auf die Suche nach dem Leben 

angeboten bekommen: Jesus Christus!

Und diese Antwort gilt nicht nur ihnen, sondern jedem Menschen

auf dieser Erde!

Doch da gibt es Fragen, die einen bewegen können: 

- Wie kann ich sicher sein, dass Jesus das endgültige Ziel meiner 

Suche ist?

- Was bietet Jesus Christus an?

- Was habe ich davon?

Zum 1. Jesus Christus - das heißt: Gott ist Zeuge!

Wer etwas einkauft, der will - vor allem bei höherwertigen Dingen - 

sicher wissen, ob der Artikel auch sein Geld wert ist!

Da gibt es „Stiftung Warentest“-Hefte oder man fragt Spezialisten, 

die sich auskennen. 

Auch die Frage, wie sicher ich sein kann, dass Jesus Christus der 

Richtige ist, ist berechtigt!

In diesem Fall kann aber nur der die Antwort geben, 

der über allem steht: Gott.

Jeder Zeuge ist nur so viel Wert, wie er selber gesehen hat 

und deshalb bezeugen kann, wie etwas war. 

In der Praxis, im alltäglichen Leben, vertrauen wir recht selbstverständlich

solchen Zeugen, zum Beispiel dem Urteil eines Fachmanns, 

es sei denn es gibt noch andere Zeugen. 

Wenn Sie einen Anruf bekommen vom frischgebackenen Vater, 

dass die Tochter, die Schwester, die Bekannte ein Kind bekommen hat, 

dann vertrauen wir diesen Zeugen!

Jetzt haben wir in Gottes Wort einen Zeugen, der uns unbestechlich 

und original Zeugnis gibt von dem, was Jesus Christus für uns ist. 

Er sagt uns: Jesus Christus ist Gottes Sohn, 

das heißt in ihm ist Gott selber Mensch geworden. 

Wo der Sohn auftritt, da ist das so, als ob der Vater selber da ist.

Gott redet also durch diesen Menschen Jesus zu uns. 

Nicht in Worten, die vom Himmel gefallen sind, sondern „in irdenen

Gefäßen“, in von Menschen nieder geschriebenen Worten, 

die Gott aber als seine eigenen Worte eingesetzt hat. 

Was aber bietet uns dieser Jesus Christus an?

2. Jesus Christus - das heißt: Das Angebot der Vergebung

Jesus ist mehr als viele Menschen meinen. 

Er ist nicht der „gute Mann von Sezuan“, nicht nur das große Vorbild. 

Er ist Gottes Sohn und hat ein einzigartiges Angebot für uns Menschen:

Die Vergebung. 

Zwischen den Menschen und Gott hat sich eine unüberwindliche

Schlucht aufgetan: Schuld, die uns von Gott trennt. 

Weniger unsere vielen kleinen Vergehen, die wir alle aufzählen 

könnten, sind hier gemeint, sondern unsere grundsätzliche 

Ausrichtung, das verbogene Herz, das Gott nicht wirklich wichtig nimmt, 

das ihn gerne „Gott“ sein lässt, aber das eigene Leben ganz anders

ausrichtet. 

Das ist es, was in der Bibel die Haupt-Schuld des Menschen ausmacht

Und er kann sie von sich aus nicht überwinden. 

So wie sich niemand im Kern ein neues Wesen geben kann. 

Aber Jesus Christus kann es und er ist dazu in die Welt gekommen, 

diese für uns unüberwindliche Schlucht zu überbrücken, 

eine Brücke zu bauen, 

auf der wir von der einen (des verlorenen Menschen) zur anderen 

(auf die Seite Gottes) gelangen können. 

Das Kreuz, an dem der unschuldige Sohn Gottes sein Leben 

für uns gelassen hat, ist passgenau dieses Brückenteil, 

über das wir Menschen Vergebung bekommen und die Seite 

wechseln können. 

Von der Schuld zur Vergebung. 

Vom Tod zum Leben. 

Gott will also, dass wir im Hier und Heute das Leben finden, 

mit Jesus leben. 

Wer dieses Angebot der Vergebung annimmt, der wird ein Kind 

Gottes. Der bekommt ein Leben von ganz anderer Qualität geschenkt. 

Was aber nicht bedeutet, dass sich damit alle Probleme in Luft auflösen. 

Christen sind auch nicht unbedingt gesünder oder erfolgreicher als andere, 

sie sehen auch nicht jünger aus. 

Das, was ein Christ aber dazu geschenkt bekommt, ist etwas, was ihn 

völlig ruhig werden lässt. 

3. Jesus Christus - das heißt: Ewiges Leben bei Gott

Wer Jesus nachfolgt, der braucht in diesem Leben nicht alles haben. 

Von den Lateinern stammt das Sprichwort „Carpe diem“, zu Deutsch

„Nütze den Tag aus!“, was soviel meint wie „Lebe diesen Tag voll aus. 

Verzichte auf nichts. Lebe!“

Ein Christ muss diesem Satz nicht mehr nachstreben. 

Weil er weiß, dass dieses Leben nicht alles ist. 

Wo der Mensch nach Karriere strebt, darf der Christ Karriere machen,

aber wenn es anders läuft, dann kann er ruhig sein!

Bei ihm kommt es nicht darauf an, 

wie viele Nachrufe am Grab gesprochen werden. 

Ihm kommt es nur auf den Satz von Jesus an (mit Worten des Alten

Testaments): „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich 

zu mir gezogen. Du bist mein!“

Das bedeutet: Wer mit Jesus gelebt hat, wer die Vergebung ange-

nommen hat, der darf auch bei Gott leben. 

Er bekommt das, was sonst nur Gott gehört - ewiges Leben - zuge-

sprochen. Er darf leben, wo Gott lebt. 

Liebe Gemeinde, 

viele Menschen sind auf der Suche nach dem Leben. 

Aber sie suchen in den meisten Fällen dort, wo es nicht zu finden ist. 

Wir dürfen selber Boten für das wahre, für das ewige Leben bei Gott

sein, wenn wir es uns von Jesus zeigen lassen. 

Seine Vergebung ist der Schlüssel dazu. 

Sie verändert so gut wie alles. 

Und nicht zuletzt: Sie macht glücklich. 

Amen.




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

21.11 - 21.11.2108
18:30 Uhr:
GD am Buß- und Bettag in Schwann mit Abendmahl (Pfarrer Manz)
Dienstag, 11.12.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Freitag, 14.12.2018
17:30 Uhr in Schwann:
Mädchenjungschar - Weihnachtsfeier
Sonntag, 16.12.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer Schwarze)
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Schwarze)
Dienstag, 18.12.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Sonntag, 23.12.2018
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Held)