2008-12-24 Familiengottesdienst

24.12.2008 Ansprache zum Weihnachtsstück "Treffpunkt Stall" im Familiengottesdienst / Pfarrer Friedhelm Bühner

Liebe weihnachtliche Gemeinde, 

„Treffpunkt Stall“, das war der Titel des Weihnachtsstücks, 

das uns Schwanner Jungscharler heute dargeboten haben. 

 

Die Sterndeuter Murat und Yannick aus dem fernen Babylon 

waren keine Amateure, sondern kannten ihr Metier - und - sie 

forschten seit Jahrhunderten auch in den alten Verheißungen der

umliegenden Völker. 

Eines Tages machen sie am Himmel eine besondere Stern-

konstellation aus, die sie „irgendwo bei den Juden einen 

neuen mächtigen König“, der gerade geboren sein musste, 

suchen lässt. 

Und so ziehen sie los nach Westen und haben dabei

genug Zeit, sich mit ihren Gedanken zu bombardieren: „Kannst

du dir vorstellen“, fragt z. B. der eine, „dass es Menschen gibt, 

die Gottes Kinder sind?“

Die Sterndeuter damals waren keine Naivlinge, sondern wollten 

auf dem Weg der Himmelsbeobachtung Erfahrungen mit Gott

machen. 

 

Gebracht hat sie dieses ernsthafte Bemühen schließlich direkt

nach Bethlehem, in den Stall mit Maria und Josef, wo kein normaler

Mensch einen König suchen würde. 

Ganz erstaunlich!

 

Und auch die Hirten, die nun wirklich von Hause aus eher miss-

trauische Menschen sind, lassen sich von Engelsstimmen 

dahin führen, wo es eigentlich völlig unsinnig ist, einen König

zu suchen. Aber:

„Wenn heute wirklich der Heiland der Welt geboren ist für die 

ganze Welt, dann auch für mich. 

Ich muss nach Bethlehem, das muss ich wissen!“, sagt der eine

zum anderen und sie lassen ihre ganze Herde zurück um 

Jesus zu sehen. 

 

Was hat es mit IHM eigentlich auf sich?

Wer ist er denn? 

Das ist die große Frage zu allen Zeiten. 

 

Und man kann ja manches über ihn in Erfahrung bringen (wie das 

damals alles war, wie Jesus aufgewachsen ist, was er gelernt und 

gepredigt hat, wie er Menschen geholfen hat und und schließlich am 

Kreuz gestorben ist), aber um sagen zu können: ICH KENNE IHN, 

muss man ihm selber „begegnen“, sich aufmachen, vielleicht zweifeln

und dann staunen!

 

Das finde ich so großartig sowohl bei den Sterndeutern als auch 

den Hirten: Sie wollen Jesus begegnen, ihn treffen!

„Treffpunkt Stall!“

 

Aber was machen wir da heute?

Was hat es mit ihm eigentlich auf auf sich?

Wie können wir das herausfinden? 

Denn den Stall in Bethlehem gibt es nicht mehr!?

 

Wir können die Bibel aufschlagen und Jesus selber fragen!

In Johannes 7, Vers 28f sagt er von sich selber: 

„Wisst ihr wirklich, wer ich bin und woher ich komme?

Ich bin nicht im eigenen Auftrag gekommen.

Aber der, der mich gesandt hat, verdient euer Vertrauen. 

Ihr kennt ihn nicht. Aber ich kenne ihn. 

Denn ich komme von ihm und ER hat mich gesandt!“ 

 

Bis heute rankt sich ein Geheimnis um Jesu Person. 

Aber das passt ja zu Weihnachten, dem Fest der großen 

Geheimnisse. Für unsere Kinder und Enkel - ist mit der 

Bescherung - das Geheimnis von Weihnachten so gut wie 

gelöst -, aber wie sieht es aus - mit der Person von Jesus? 

 

„Wisst ihr wirklich, wer ich bin und woher ich komme?“

fragt Jesus auch uns heute und er spricht damit von seinem 

Auftrag: 

- Gott, der Vater, hat ihn in diese Welt gesandt 

(und in was für eine Welt!). 

- Er kommt nicht im Königspalast zur Welt, 

sondern in einem erbärmlichen Stall. 

- Er wächst in einem Dorf auf, dass sich die Leute

später nur schütteln und sagen: „Was kann aus 

diesem Nest Nazareth Gutes kommen?“

- Er stirbt nicht alt und lebenssatt in einem Bett, 

sondern in den besten Jahren verblutet er, 

angenagelt an zwei Holzbalken vor den Toren 

der Stadt Jerusalem. 

 

„Wisst ihr wirklich, wer ich bin und woher ich komme?“

fragt Jesus. Auch uns heute. 

 

Gott hat ihn in die Welt gesandt. 

Es ist die Welt, so wie wir sie kennen: 

Eine Welt voller Hass und Terror und doch voller 

Schönheit und Liebe. 

Eine Welt voller Gemeinheit und Hinterhältigkeit  

und doch voller Sehnsucht nach Leben , nach wirklichem Leben!

 

Weil Gott diese Welt nicht aufgegeben hat, 

weil er diese Welt liebt, hat er Jesus, seinen Sohn, in diese Welt 

gesandt!

Frierende Hirten auf dem Stoppelfeld vor Bethlehem hören die 

Botschaft der Engel: „Euch ist heute der Heiland geboren!“

 

Heute, am Heiligen Abend, da gilt diese Sendung uns!

In unsere Welt ist ER gekommen. 

- zu denen, die mit hängender Zunge den Weihnachtsurlaub 

erreicht haben und jetzt nur eines suchen: Ruhe!

Ihnen gilt die Botschaft: EUCH ist heute der 

Heiland geboren, der, der Euch Rast schafft. 

- Er ist gekommen zu der alleinstehenden Mutter, die zerrieben 

ist zwischen Beruf und Erziehung und die es gerade an 

Weihnachten ihren Kindern recht machen will, eigentlich 

aber mit ihren Kräften am Ende ist. 

Zu IHNEN allen sagt Jesus: Ich bin gekommen, dass sie das 

Leben und volle Genüge haben. 

 

Jesus ist in diese Welt gesandt, in der wir eben. 

Für uns hat ihn der Vater gesandt, zu uns!

Ob wir heute voll Weihnachtsfreude sind oder ob es uns 

unendlich schwer ist  ums Herz. 

Zu jedem von uns will er kommen, lädt uns ein ins Vaterhaus!

Will uns zu Töchtern und Söhnen Gottes machen. 

[Der Sterndeuter Pascal hat gefragt: Meinst du, dass es Menschen 

gibt, die Gottes Kinder sind? - Ja, das macht Jesus, zu Kindern Gottes!]

Wenn wir ihm die Tür öffnen. 

Und unsere Knie vor IHM beugen. 

 

Gott weiß, wie es wirklich in dieser Welt aussieht. 

Er weiß um die Kälte in dieser Welt, die Kälte in unseren 

Beziehungen, in der Liebe und macht sich deshalb auf 

den Weg auf diese Erde. 

Er kommt als Kind in der Krippe und lässt sich von den 

Menschen ans Kreuz schlagen, weil er uns retten will, 

weil er uns erlösen will. Er macht zu Erben, die IHM vertrauen. 

Heute wie damals. 

Und wo er in unser Herz und Leben einziehen darf, 

da zieht ein tiefer, unbeschreiblicher Friede ein, 

wirkliche Freude, egal wie es um uns herum aussieht. 

 

Der Hirte im Weihnachsstück sagt zum Schluss:

„Ja, Gott ist anders wir Menschen uns das immer denken

und er will, dass wir IHM Platz machen in unserem kleinen Leben.“

Dann sind auch wir im „Treffpunkt Stall“ - bei Jesus. 

Amen

 

Hier finden Sie Bilder vom Familiengottesdienst




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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