2008-10-12 Erntedank Familiengottesdienst

Ansprache zu einem Anspiel des Kindergottesdienstes nach M. Janz, Wie das Leben so spielt, 30-34 und Johannes 8,12 / Pfarrer Friedhelm Bühner

 Anspiel Kindergottesdienst „Du bist eine Blume“ (M. Janz, Wie das Leben so spielt, S. 30-34)

 

Ansprache 

 

Liebe Erwachsene, liebe Kinder, 

wir alle haben so eine stille Ahnung davon, dass wir „ohne die Sonne 

gar nicht leben könnten“. 

Das fängt schon an in der Natur und im Garten, wo die Pflanzen 

das Licht ganz dringend für ihre Energiegewinnung brauchen, 

zur Photosynthese. 

 

Ohne die Sonne wächst kein Getreide auf dem Feld, keine Tomaten 

im Garten, kein Obst auf den Bäumen.

Wir würden elendiglich verhungern. 

 

Und sogar im Gemüt spüren wir Menschen es, wenn sich die Sonne 

im November manchmal über Wochen rar macht und alles neblig 

und grau ist. Wenn die Kraft der Sonne uns nicht mehr erreicht. 

Da helfen die modernsten Solaranlagen auf dem Dach nichts:

„Ohne Sonne haben wir keine Energie!“

„Ohne Sonne haben wir keine Kraft!“

„Ohne Sonne haben wir kein Leben!“

Würden wir sterben wie Blumen im dunklen Keller. 

 

Im ganzen Weltall ist unsere blaue Erde bisher der einzige bekannte

Planet, auf dem durch die Sonne Leben möglich ist: Pflanzen, Fische, 

Tiere und Menschen!

Und vieles andere mehr ist so unglaublich präzise eingerichtet, 

dass wir es so gut haben, wie wir es haben, 

z. B. die Schrägstellung unserer Erdachse, durch die wir den Wechsel

von Sommer und Winter haben. 

Würde sie nur um ein Grad verändert, hätte das schlimme Folgen. 

 

Die Blumen im Anspiel haben gesagt: 

„Ohne die Sonne können wir nicht leben!“

Und es hat nicht lange gedauert, bis es alle gemerkt haben. 

 

So, liebe Erwachsene, liebe Kinder, 

ist dies ein Vergleich auch für uns Menschen, für Dich und mich. 

Auch wir brauchen die Zuwendung Gottes, können ohne sie nicht leben, 

sondern sind wie künstlich am Leben gehaltene Tote. 

 

Jesus hat einmal von sich gesagt (Johannes 8, Vers 12): 

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der 

wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird 

das Licht des Lebens haben.“

 

Jesus, das Licht zum Leben. 

Jesus, die Sonne, ohne die ich nur existiere, aber nicht lebe. 

Weil ich in der Dunkelheit bin und aus mir heraus unmöglich 

das Licht des Lebens erzeugen kann. 

 

Menschen ohne Jesus muss es gehen wie den Blumen im Anspiel: 

- sie verlieren sehr schnell ihre Kraft,

- das Kreisen um sich selbst ist überhaupt nicht lustig, 

sondern sehr anstrengend, es macht richtig fertig. 

 

Aber trotzdem meinen wir Menschen immer wieder, 

dass wir uns auch selbst helfen können, dass wir die echte 

Sonne gar nicht brauchen, dass wir Jesus nicht brauchen. 

Er aber strahlt uns heute freundlich an mit seinem Wort und 

sagt: „Hör doch zu, Mensch, 

der Du meinst, so hell und cool zu sein: 

ICH bin das Licht der Welt. 

Dreh Dich doch nicht weg von mir, wenn ich Dich anscheine. 

Ich mein‘ es gut mit Dir und Du brauchst mich zum Leben, 

weil Du ohne mich kaputt gehst!“

 

So hat das Erntedankfest heute eigentlich zwei Seiten: 

Da ist zum Einen der Dank an Gott für all die Dinge, mit denen er uns

ganz konkret versorgt hat im vergangenen Jahr: 

Essen, Kleidung, Wohnung, die Arbeitsstelle und vieles mehr. 

Einen kleinen Auszug sehen wir hier an den Erntegaben ...

Da sollen wir nicht so dumm sein und denken, dass das alles unsere

Leistung, unser Gewinn war. 

Das, was wir Menschen uns erschaffen, kann so schnell wieder verloren

sein wie die Milliarden, die sich in diesen Tagen an den Börsen der Welt 

in reine Luft auflösen. 

 

Erfolg und Segen sind nicht dasselbe, manchmal sogar das Gegenteil. 

Segen aber kommt immer von Gott.

ER hat für uns immer nur das Beste im Sinn. 

Segen hat immer auch damit zu tun, ob wir seine Gebote halten, 

ob wir das tun, was wir können, ohne zu vergessen:  

Letztlich ist Gott der Geber, dem ich Dank schulde.

 

So, wie auch nicht wir es sind, die dieser Welt Sonne, Licht und Leben 

geben. So ist das auch in unserem Leben. 

 

Und zum Zweiten bedeutet Erntedank, dass wir die tiefste 

Zuwendung Gottes, die es überhaupt geben kann, nämlich seinen 

Sohn Jesus Christus, in unser Leben wirklich hinein strahlen lassen. 

Ich meine, nicht nur anstrahlen, sondern ganz als „das“ Licht aufnehmen, 

als „das Licht“ meines Lebens, als Kraft und Lebenssaft. 

 

Denn Jesus, der von sich sagt „Ich bin das Licht der Welt“, 

kann damit nicht die Adventsbeleuchtung meinen, 

auch kein aufgesetztes Licht, 

keine Feierlichkeit. 

Er will unser Leben, das von der Dunkelheit und vom Tod gezeichnet 

ist, „licht“ machen, von innen heraus hell machen.

So dass wir selber Gottes Licht in uns tragen. 

Und damit das ewige Leben. 

 

Das ist das größte und schönste Dankeschön, das wir Gott sagen 

können: Wenn ein Mensch Gott dankt für Jesus, das Licht der Welt 

und ihn bittet: Ich möchte von jetzt an nicht mehr selber leben, 

sondern ich möchte aus Deiner Kraft heraus leben, 

mich zu Dir ausstrecken jeden Tag. 

Und Dir immer wieder Danke sagen: Für Jesus und allen Segen, 

den Gott gibt.

Amen

 

 

Lied Kindergottesdienst „Ich bin sicher in der Hand des Vaters“


Hier gibt's Bilder vom Familiengottesdienst




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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